Mimesis: Die Wand malt mit

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Ausstellung „Mimesis“ in Bartholomä
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Gelungenes Experiment in Bartholomä: 50 Werke von sieben Künstlern.

Bartholomä. Das Experiment ist gelungen. Bis zu 100 Besucherinnen und Besucher haben die Vernissage der Ausstellung „Mimesis“ in Bartholomä am Freitag besucht, weitere folgten am Wochenende darauf. In einem rund sieben Meter hohen Raum auf dem Gelände des Steinmetzbetriebs Haschka haben Jakob Arold, Paul Groll, Laszlo Haschka, Sharon Kerger, Sam Kohn, Tobias Kerger und Mark Keller insgesamt 50 ihrer Werke inszeniert.

Einen Tag Konzeption brauchte es, Malerei, Skulpturen und Keramik auf und zwischen dem alten Gemäuer, übersäht von Rohren, Löcher, und Spinnweben zu verteilen. Das Licht wandert die Skulpturen entlang, klettert bis zu den Bildern hinauf, Menschen stehen dazwischen und blicken auf Werke unterschiedlicher Stilrichtungen. „Die Wand malt mit“, sagt Paul Groll, der vom Ausstellungsraum sichtlich begeistert ist.

Trotzdem war es nicht einfach, bis wuchernde Pflanzen auf Leinwand, Fischmotive, Grolls farbige Welten und an groben Stricken befestigte Skulpturen integriert waren: „Wir haben die Exponate abgeglichen, bis alle ihren Platz gefunden haben“, erklärt Hausherr Haschka.

Die Herausforderung, verschiedene Stilrichtungen zu mischen

Die Töpferarbeiten von Sharon Kerger werden farblich zu der Malerei positioniert. Gar nicht so einfach, da die Werke nicht homogen sind, hat schließlich jeder Künstler eine andere Herangehens- und Ausdrucksweise. „Die Klammer ist der Raum“, erklärt Sam Kohn.

Auch das Publikum sei begeistert, freuen sich die Künstler. „Der Zuspruch war überraschend gut“, betont Paul Groll zufrieden. Schließlich würde man in dieser Konstellation erstmalig ausstellen. Die Jam-Session während der Vernissage mit Jazz, Funk und Soulklängen von den Musikern Menachem Kerger, Niko Brauchle, Tim Hunke und Mark Keller habe alles abgerundet.
Fazit: Das Experiment mit einem Raum, der fernab üblicher Ausstellungsstätten daherkommt, ist vollumfänglich gelungen.

Wer Interesse hat, „Mimesis“ anzuschauen, hat eine zweite Chance am Samstag, 2. Juli, ab 14 Uhr.

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