Motiviert im digitalen Klassenzimmer

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Läuft: Der digitale Unterricht und auch die Arbeit mit den analogen Lernpaketen funktioniert an der Laubenhardschule in Bartholomä bestens.

In der Bartholomäer Laubenhartschule stürzen sich die Kinder mit Feuereifer auf Tastatur und Monitor. Schulleiter Bernd Pfrommer ist begeistert von der Kreativität.

Bartholomä

Es klappt einfach gut", stellt Schulleiter Bernd Pfrommer fest. Seine Aufzählung von Erlebnissen im Fernunterricht an seiner Bildungseinrichtung mit einer 100-köpfigen Schülerschar untermauert diese Feststellung. "Alle machen mit viel Engagement mit", beschreibt der Schulleiter, wie die Kinder voller Kreativität sprühen, wenn es etwa um das Drehen von Videos fürs digitale Klassenzimmer geht. Vor allem die Drittklässler scheinen in ihren selbstgemachten Präsentationen komplett aufzugehen.

"Und wir sind alle auf Knopfdruck immer erreichbar", hebt er den Einsatz seines Pädagogenteams hervor. Denn dieses hat sich ebenfalls viel einfallen lassen, um den Kindern den Lernstoff so beizubringen, dass es Spaß macht vor dem Monitor. Ein Schüler brachte es laut Pfrommer auf den Punkt: "So ist der Matheunterricht coooool." Hier wird die 26-köpfige Klasse in drei Gruppen unterteilt. So wird der Unterricht noch individueller, man kann auf die Stärken und Schwächen intensiver eingehen, schildert der Rektor. Für die digitalen Klassenzimmer gibt es jeweils ein individuelles Login. Etwa sind die Erstklässler die "fleißigen Bienen".

Sämtliche Aufgaben werden in die seit September verpflichtend eingeführten digitalen Klassenzimmer tagesstrukturiert eingestellt. Gleichzeitig gibt es die analogen Lernpakete. Ebenso werden die aktuell 15 Kinder in der Notbetreuung gleichzeitig unterrichtet. "Somit ist täglich ein reger Abhol- und Bringservice an der Schule", erklärt der Rektor. Er wolle nicht auf der Schiene mit den allgemein negative Schilderungen von digitalem Unterricht landauf und landab fahren. Im Gegenteil, er will auf die "positive Schularbeit" hinweisen. Und macht deutlich: "Es ist unglaublich, wie schnell und gut die Kinder mit den digitalen Techniken umgehen. Da kann mancher Erwachsene noch was lernen." Neugierig und kreativ gehen die Kinder mit allem um. Probieren aus, sammeln Erfahrungen. Und überraschen so nicht selten die Lehrer mit innovativen Vorschlägen und Darbietungen. Einzig, die Tatsache, dass beispielsweise kein Sport- oder Musikunterricht stattfinden kann, bedauert Pfrommer sehr. "Aber die Zeit kommt wieder" ist er zuversichtlich.

Da kann mancher Erwachsene noch was lernen.

Bernd Pfrommer, Rektor

Viel Anerkennung hält er zudem für die Elternschaft bereit, die mitziehe. Auch die Gemeindeverwaltung sitze im digitalen Boot. Denn es gab zügig iPads für das Lehrerkollegium und die Schülerschar. Gearbeitet wird der Kommunikationsplattform IServ. Egal, ob es um Live-Unterricht in der Videoschalte, um E-Mail oder den integrierten Messenger gehe.

Neue Erklärungsinhalte laufen per (teils selbstgedrehten), eingestellten Videos durch das Kollegium ins digitale Klassenzimmer. Oder live in der Videokonferenz. "Und manche Eltern sind ebenfalls live dabei." Definitiv, so Pfrommer, gebe es durch diese digitalen Unterrichte einen Mehraufwand fürs Pädagogenteam. "Aber wir sind alle mit Freude dabei", versichert er. Dabei werde drauf geachtet, dass am Schulprofil festgehalten werde. Erst kürzlich habe es Urkunden und Sachpreise für die Schüler für die erfolgreiche Teilnahme am naturwissenschaftlichen Wettbewerb "Heureka" gegeben. Vermisst werde aber das soziale Miteinander, das Experimentieren in Gruppen, das Musizieren oder das Sporttreiben. "Aber wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen", macht Pfrommer deutlich.

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