Omnibus Grötzinger: 22 Kinder sollen noch geholt werden

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Die Gruppe aus Bartholomä zusammen mit rumänischen Helfern bei ihrer ersten Fahrt vergangene Woche.
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Wieso am Mittwochmorgen noch einmal ein Grötzinger-Bus aus Bartholomä in Richtung Ukraine losfährt.

Bartholomä. Renan Cakar kann nicht anders: Er muss noch mal los, findet der Busfahrer, der in der vergangenen Woche mit dem Hilfskonvoi von Omnibus Grötzinger an die ukrainische Grenze gefahren ist.

Gegen 7 Uhr an diesem Mittwoch will Cakar zu einer weiteren Tour in Richtung Ukraine starten, mit einem Bus seines Arbeitgebers und seinem Kollegen Tom Pelz als zweitem Fahrer. Diesmal um 22 kranke Kinder aus einer Kiewer Klinik nach Berlin in ein dortiges Krankenhaus zu bringen. Das Wissen, diese Kinder in Sicherheit bringen zu können, treibt ihn an. „Mein Herz schlägt höher, wenn ich den Leuten helfen kann“, sagt er. Wer die Lage der Menschen vor Ort gesehen habe, der könne einfach nicht anders, sagt Cakar.

Die beiden Bartholomäer Busfahrer starten damit rund 55  Stunden, nachdem sie von ihrer ersten Hilfsfahrt zurückgekehrt sind, erneut. Am frühen Montagmorgen kurz nach Mitternacht waren die drei Busse und ein LKW nach Bartholomä zurückgekehrt, kurz zuvor hatten sie 155 geflüchtete Menschen aus der Ukraine in die LEA nach Ellwangen gebracht.

100 Stunden Reisezeit

Für die neuerliche Fahrt rechnet Renan Cakar mit rund 100 Stunden Reisezeit, am kommenden Montag will er wieder zuhause sein. Die restlichen Plätze im Bus, die die 22 Kinder nicht brauchen, werden auch besetzt, dessen ist sich Renan Cakar sicher. „Feuerwehr und DRK sind dort gut organisiert, die vermitteln zwischen uns und Menschen, die nach Deutschland wollen.“

Nicht auf ukrainischem Boden

Die Ukraine wird Cakar wie schon beim ersten Mal nicht betreten. „Das können wir aus versicherungstechnischen Gründen nicht machen“, sagt er. 200 Meter vor der Grenze ist Schluss, den Grenzübertritt machen die Menschen zu Fuß. ⋌Bernd Müller

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