Ortsdurchfahrt in Bartholomä ab Montag gesperrt

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Bürgermeister Thomas Kuhn zeigt die Heubacher Straße, die ab dem kommenden Montag, 4. Juli, saniert werden soll.
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Die Gemeinde Bartholomä baut den Abschnitt zwischen Einmündung Böhmenkircher Straße und westliches Ortsende neu. Was das für so manchen Verkehrsteilnehmer bedeutet. 

Bartholomä. Schlaglöcher und Bodenwellen umfahren am westlichen Ortseingang, das soll in Bartholomä bald der Vergangenheit angehören. Autofahrer müssen sich in den nächsten Monaten auf eine großräumige Umleitung einstellen. Betroffen ist nach Angaben des Landratsamtes der Abschnitt zwischen den Zufahrten L 1221 und L 1165 - im Zeitraum von Montag, 4. Juli, bis voraussichtlich 31. Mai kommenden Jahres.

Auch die Versorgungsleitungen in diesem Abschnitt zwischen der Einmündung Böhmenkircher Straße und dem Ortsende im Westen werden erneuert. Bürgermeister Thomas Kuhn schätzt auch die flankierenden Maßnahmen. „Wir schaffen mehr Grün am Ortseingang.“ Das Grün am Straßenrand soll bis in den Ort begleiten.

Die Veränderungen

Das wird – aus aktueller Sicht ab 7. Juli - gebaut: Auf eine Länge von rund 400 Metern wird die Heubacher Straße geöffnet. Neue Kanalrohre mit einem größeren Querschnitt werden eingebaut. Das Tiefbauunternehmen erneuert parallel dazu die komplette Wasserleitung. Hausanschlüsse müssen nur zum Teil neu gemacht werden. Ein Plus fürs Ortsbild ist die Verlegung der Stromleitungen unter die Straße. Dafür konnte Thomas Kuhn die ENBW/ODR gewinnen. Die Dachständer mit den frei geführten Stromleitungen von Haus zu Haus sind dann Vergangenheit. „Für alle Fälle“, so der Bürgermeister, werden auch Leerrohre eingebaut, um künftige Installationen zu erleichtern. Glasfaser ist aber nicht vorgesehen, „weil es sich um kein unterversorgtes Gebiet handelt“. Erst nach diesen Tiefbauarbeiten kann mit dem Aufbau der Heubacher Straße begonnen werden.

Der Zeitplan

Früher haben solche Bauvorhaben drei bis vier Wochen nach der Vergabe begonnen. „Das hat sich geändert“, sagt der Bürgermeister. Unter anderem auch wegen der schwierigeren Situation bei Materiallieferungen. Dennoch hofft er, dass bis zur Winterpause die wesentlichen Maßnahmen abgeschlossen, eine erste Straßendecke aufgebracht sind. Dann könnte im Frühjahr 2023 der Feinbelag folgen. Je nach Wetterlage lassen sich Grünanlagen auch schon vorher bepflanzen. Mit dem Erstbelag wäre die Heubacher Straße im Winter aber befahrbar.

Der Verkehr

Zwischen Ortseingang und Einmündung Böhmenkircher Straße wird komplett gesperrt. Bei der Umfahrung unterscheidet die Gemeinde zwischen Bürgern, die sich im Ort bewegen müssen und Fahrzeugen, die Bartholomä queren wollen. Wer im Ort wohne, kenne sich so gut aus, dass Umleitungsvorgaben nicht nötig seien, meint der Bürgermeister. Den Verkehr von außen möchte die Gemeinde aber in der Zeit nicht haben. „Großräumig umfahren“ lautet der Vorschlag Thomas Kuhns. Der Verkehr zwischen Heidenheim und Schwäbisch Gmünd soll über die B19 und B29 fließen. Aktuell gibt es noch Baustellen in Böhmenkirch und am Furtlepass, so dass diese Routen wegfallen. Der Straßenneubau soll auch mehr Sicherheit in den Ort bringen. In der Heubacher Straße kommt eine Querungshilfe, neu Bushaltestellen und Wartehäuschen sind Teil der Baumaßnahme. Und die Busse halten künftig nicht mehr in einer Busbucht, sondern auf der Straße, um den Verkehr einzubremsen.

Die Kosten

Zwischen der Planung und der Vergabe im Mai haben sich die Preise nach oben entwickelt. Rund 400 000 Euro muss Bartholomä noch nachfinanzieren. Bürgermeister Thomas Kuhn nennt jetzt Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro. Einen Großteil der Summe muss die Gemeinde selber stemmen. Der Aufwand für den Kanal wird aber über die Abwassergebühren finanziert. Einen Zuschuss erwartet Bartholomä aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, dort gibt es ein Programm Wohnumfeldgestaltung – auch für mehr Grün. Dazu können Gelder aus dem Ausgleichsstock fließen. Wie hoch die Zuschüsse ausfallen werden, das ist noch nicht ganz sicher.

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