Pläne für die Feuerwehr auf dem Weg

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Das Feuerwehrhaus in Bartholomä in der Beckengasse 8. An und in dem Gebäude des alten Schulhauses von 1911 ist durch einen Anbau hier seit 40 Jahren die Freiwillige Feuerwehr und der Ortsverein des DRKs untergebracht.
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Bartholomäer Gremium beschließt am Mittwochabend einstimmig, einen Bebauungsplan aufzustellen. Ziel ist laut Verwaltung „eine Erweiterung im Sinne eines Anbaus“.

Bartholomä

Das Feuerwehrhaus in Bartholomä entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mittelfristig besteht hier Handlungsbedarf, das wurde schon bei der Haushaltsberatung Anfang Dezember deutlich. Allerdings gibt es andere Projekte, die die Gemeinde schon länger vor sich herschiebt, deshalb wanderte das Feuerwehrhaus in der Prioritätenliste nach hinten. Gleichwohl stellte der Gemeinderat auch fürs Haushaltsjahr 2022 eine Planungsrate ein, so dass hier zumindest Spielraum bleibt, auch schon im kommenden Jahr zu überlegen, wie die Zukunft des Feuerwehrhauses aussieht. Genau diesen Planungsstart vollzog der Gemeinderat am Mittwochabend, als er einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung folgte, hier einen Bebauungsplan aufzustellen, Titel: „Beckengasse-Feuerwehrhaus“.

Bürgermeister Thomas Kuhn erteilte Feuerwehrkommandant Thorsten Sperrle das Wort. Dieser schickte zunächst voraus, dass es ihm keinesfalls um eine „Modernisierung oder Sanierung“ des Feuerwehrhauses gehe. Allerdings müsse der Arbeitsschutz für die Kameradinnen und Kameraden sichergestellt sein. Weil sich hier in den 40 Jahren des Bestehens des Gebäudes einiges verändert habe. Zum Beispiel sei die Feuerwehr deutlich gewachsen, von 25 auf aktuell 50 Leute. Die Frauen zögen sich zusammen mit den Männern in der Fahrzeughalle um. „Bislang war das für niemand ein Problem“, stellte Sperrle fest. Wenn allerdings die Unfallkasse oder der Kreisbrandmeister vorbeischaue, sei wohl schnell klar: „Hier passt was nicht“, so Sperrle. Und weiter: „Denen will ich sagen können, wir sind da auf dem Weg, das zu verbessern.“

„Sind in der Pflicht“

Thomas Kuhn bestätigte: „Der Gesetzgeber verlangt von der Gemeinde Bartholomä auf eigene Kosten eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende, leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten.“ Insbesondere sei die Gemeinde verpflichtet, eine Unterkunft der Feuerwehrangehörigen sowie für die Aufbewahrung der Ausrüstungsgegenstände erforderlichen Räume und Plätze zur Verfügung zu stellen. Seit geraumer Zeit sorge die hohe Anzahl der Aktiven in der Wehr für eine Enge im Feuerwehrgebäude. „Teilweise mussten Ausstattungen aus dem Feuerwehrhaus in die nahen Garagen auslagert werden“, so Kuhn. Es bestehe Handlungsbedarf vor allem in Sachen Arbeitssicherheit, der Sicherheitstechnik und zum Gesundheitsschutz der Aktiven. „Gerade diese Anforderungen sind es, die nun aktuelle Überlegungen nicht nur zur Modernisierung, sondern vor allem zu einer Erweiterung des Feuerwehrgebäudes auslösen“, machte Kuhn klar. Ziel sei „schon eine Erweiterung im Sinne eines Anbaus“, so Kuhn.

Die Gemeinde habe daher einen Planungsbedarf am Standort des Feuerwehrgebäudes. Dies soll über den Bebauungsplan geregelt werden. Dabei geht es um das Grundstück des Feuerwehrhauses genauso wie um das alte Rathaus und um Teile der privaten Fläche daneben. Um mögliche Konflikte hier in der Ortsmitte frühzeitig und transparent lösen zu können, sei ein Bebauungsplan das beste Mittel.

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