Sägen für die Sicherheit an der Straße

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Die Forstarbeiten im Wental dienen nach Angaben von ForstBW der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
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Warum die Forstarbeiten im Wental zwischen Bartholomä, Zang und Steinheim nötig sind und warum Verkehrsteilnehmer die Sperrungen ernst nehmen sollten.

Bartholomä

Wer von Zang Richtung Bartholomä und Steinheim will, für den ist derzeit am Ortsausgang Schluss: Straßensperrung wegen Forstarbeiten. Eine Autofahrerin, die am Donnerstagvormittag an die Sperrung kommt, schüttelt zwar den Kopf, dreht ab aber um. Zum Leidwesen von Christof Bosch, dem Leiter des Forstreviers Wental, machen das aber längst nicht alle so.

Warum die Arbeiten nötig sind

Im „Normalbestand“ des Forstes müssen die Forstmitarbeiter etwa alle fünf Jahre durchgehen, um den Baumbestand stabil zu halten, berichtet Christof Bosch. Dabei werde aus Sicherheitsgründen zur Straße hin immer eine doppelte Baumlänge ausgespart. Direkt an der Straße müsse man etwa alle zehn bis 15 Jahre ran. Vor allem gehe es hier darum, die Bäume nicht zu groß werden zu lassen. Das nämlich könnte für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich werden, etwa wenn große Bäume durch Schneelast zu schwer werden.

Der Förster zeigt eine Karte auf seinem Tablet. Entlang der Landesstraße 1165 ein gelber Bereich. In diesem sind die Arbeiter aktuell zugange. „Wir machen da natürlich nicht alles platt“, betont Christof Bosch und deutet auf den Straßenrand in Richtung Steinheim. In diesem Bereich waren die Forstmitarbeiter im vergangenen Jahr beschäftigt. Nein, wie ein Kahlschlag sieht es nicht hier aus. Jedoch ist alles etwas lichter und besser einsehbar. „Was wir hier machen ist ja ein Service für die Autofahrer und den Straßenverkehr“, meint Bosch. Wenn die Bäume nicht zu groß werden, erläutert der Förster, trockne die Straße besser ab, weniger Glatteis sei die Folge. „Je mehr Licht und Sonne, desto besser“, so Bosch. Etwa fünf Meter hohe Bäume lasse man stehen, es wachse also schon jetzt etwas nach.

Etwa 2500 Festmeter holen die Arbeiter bei der aktuellen Maßnahme aus dem Staatswald, überwiegend Fichtenstammholz für die großen Sägewerke der Region. Außerdem Brennholz, Holz für die Papierindustrie und für Paletten.

Im Einsatz sind zwei Harvester, Maschinen, die die gefällten Bäume entasten und gleich zersägen, drei Rückezüge, also Tragschlepper, die Stämme abtransportieren, ein Forstmulcher. Dazu sechs Mann an der Motorsäge und zwei, die an den Ampeln für Sicherheit sorgen.

Die Sperrungen

Im ersten Abschnitt zwischen der Wental-Gaststätte und der Abzweigung nach Zang gab es seit vergangenem Montag eine Sperrung mit Ampel. Im zweiten Abschnitt ist jetzt die Kreisstraße zwischen der Abzweigung der Landesstraße zwischen Bartholomä/Steinheim und dem Ortseingang Zang bis voraussichtlich Samstag, 10. September, voll gesperrt. Die Umleitung läuft über Steinheim. Die Straße sei nicht zum Spaß gesperrt, betont Revierleiter Bosch. Alle, die meinen durchfahren zu müssen und erwischt werden, bekommen eine Anzeige. Die Polizei sei informiert und werde kontrollieren. Sein Funkgerät knackt. „Es fährt schon wieder einer durch“, heißt es von den Kollegen.

Mehr Bilder finden Sie online auf www.tagespost.de.

Die Forstarbeiten im Wental dienen nach Angaben von ForstBW der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
EIner der drei Tragschlepper, die die Stämme abtransportieren an der L 11 65 zwischen der Wental-Gaststätte und der Abzweigung nach Zang, Die Forstarbeiter im Wental dienen nach Angaben von ForstBW der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Foto: dav
Die Forstarbeiten im Wental dienen nach Angaben von ForstBW der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
Die Forstarbeiten im Wental dienen nach Angaben von ForstBW der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

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