VG Rosenstein gibt grünes Licht für Bartholomäer Solarpark

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Bei Rötenbach will ein Investor eine Freiflächen-Photovoltaikanlage bauen. Flächennutzungsplan wird geändert.

Bartholomä. Die Planungen zu einem Solarpark in der Nähe von Rötenbach bei Bartholomä haben die nächste Hürde genommen. Die Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein hat in der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung in Böbingen der erforderlichen Änderungen des Flächennutzungsplans zugestimmt.

Bei Wind „Schuldigkeit getan“

Bartholomäs Bürgermeister Thomas Kuhn gab einen Überblick über das Projekt. Klimaschutz und erneuerbare Energien seien, vor allem wenn Corona an Gefährlichkeit verliere, die „Megathemen“. Allerdings: „In Sachen Windkraft hat Bartholomä seine Schuldigkeit getan“, betonte Kuhn. Der Regionalverband habe in einer Analyse in der Gemeinde Bartholomä viele Flächen ausgemacht, die für Freiflächen-Photovoltaikanlagen, also einen Solarpark, in Frage kämen. Seitdem erhalte die Verwaltung viele Anfragen von potenziellen Investoren.

Der Gemeinderat beschäftige sich seit etwa einem Jahr mit dem Thema. „Wir waren da anfangs skeptisch“ gab Kuhn zu. „Warum Flächen verbraten, wo es doch so viele Dächer und verbaute Grundstücke gibt?“ Die Gemeinde habe sich daraufhin klare, kommunale Kriterien gegeben und sei von Interessenten „überrannt“ worden, so Thomas Kuhn.

Sehr effizient

Die jetzt angedachte Fläche liegt etwa 1,4 Kilometer südwestlich von Bartholomä und etwa 370 Meter nördlich von Rötenbach. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans, den die Gemeinde bereits angeschoben habe, hat eine Größe von rund 16,7 Hektar. Wichtig für die Gemeinde sei, dass der Investor, die „Energiebauern GmbH“, den Solarpark sowohl plant, baut als auch betreibt. Um die Effizienz des Projekts zu unterstreichen, legte Thomas Kuhn Zahlen vom Fraunhofer Institut vor. Demnach würde mit Biomasse etwa zwei bis sechs Kilowattstunden pro Quadratmeter produziert, mit PV-Freiflächen hingegen mehr als 100 Kilowattstunden, also rund das Fünfzigfache., „Da steckt richtig Dynamik drin“, betonte Kuhn.

Verbandsvorsitzender Peter Lang lobte das Bartholomäer Projekt, betonte aber auch, dass derartige Solarparks nicht überall möglich seien. Ein richtig gute landwirtschaftliche Fläche sollte dafür nicht genutzt werden, so Lang. Auch der Verbandsvorsitzende nannte den Ausbau der erneuerbaren Energien ein sehr wichtiges Thema. Er frage sich aber, warum etwa der Bau von Windkraftanlagen privilegiert sei und deshalb keine Bebauungspläne brauche. Bei Freiflächen-Photovoltaikanlagen sei das wieder anders, weshalb sich die VG ja überhaupt mit dem Thema beschäftigen müsse. Solche Solarparks würden die Gemeinden künftig wohl noch öfters auf den Tisch bekommen. „Es ist unsere Aufgabe in den Kommunen, die großen politischen Ziele umzusetzen“, so Lang. Er appelliere an „die Politik“, dass sie dann auch die Instrumente dafür schaffen solle, um diese Dinge „in einem zeitlich vertretbaren Rahmen“ hinzukriegen. 

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