Viele Schnäppchen und Gespräche beim Bartholomäusmarkt

+
Markt in Bartholomä.
  • schließen

Besucher aus der ganzen Region nutzten das vielfältige Angebot der 60 Stände auf dem Bartholomäusmarkt. Impfangebot im Rathaus wurde angenommen.

Bartholomä

In den Gesprächen gab es immer wieder die Worte „Endlich“ oder „Gott sei Dank“ zu hören, wenn man am Montag über den Bartholomäusmarkt schlenderte. Keine Frage, die Erleichterung darüber, dass nach dem abgesagten Markt 2020 wieder die Marktbeschicker mit ihren Ständen kommen konnten, wurde erleichtert zur Kenntnis genommen. Da machte es auch nichts aus, dass die Witterung nicht so ganz mitspielen wollte. „Es fehlten nur noch Hunde und Katzen, die vom Himmel fallen“, beschrieb etwa Patrick Tiede. Denn zum Start regnete es in Strömen.

Dennoch fanden sich rund 60 Marktbeschicker ein. Und die wurden durch die Besucher belohnt, die gern das breite Sortiment in Augenschein nahmen – und fleißig kauften. Darunter erstmals Exponate eines Drechslers. Er war quasi ein Vorbote für das künftige Marktangebot. „Wir möchten den Krämermarkt langsam auch als Kunsthandwerkermarkt ausbauen“, erklärte Verwaltungsfachangestellter und Marktmeister Jan-Ruben Haller. Wie die Bauhofmitarbeiter Patrick Tiede und Helmut Kopp war er am Montag bereits um fünf Uhr morgens auf den Beinen, um den Marktständen ihre richtige Position zuzuweisen.

Mehrfach gab es von den Betreibern Lob für diesen Einsatz. Etwa von Michael Haller, dem Vorsitzenden der Bezirkstelle Südwürttemberg-Hohenzollern im Landesverband Schausteller und Marktleute. „Hier ist alles wirklich super organisiert“, stellte er fest. Und zeigte sich erleichtert, dass seit Ende Juli wieder Märkte stattfinden dürfen und dem Einzelhandel gleichgestellt wurden. „Ich hoffe, dass nun die Kommunen mitziehen“, machte er Bartholomä sogleich ein Kompliment, dass sie sich für die Durchführung des Bartholomäusmarktes durchgerungen hatten.

Mobiles Impfteam im Rathaus

Obwohl es doch einige Auflagen gibt. So sorgte ein Sicherheitsdienst an den Eingängen dafür, dass sich die Besucher registrieren ließen und einen Mundschutz im Marktbereich trugen.

Seit gut 500 Jahren findet der Markt in Bartholomä statt. Kurzwaren, alles für den Haushalt inklusive Reinigungsmittel, Schnürsenkel und Textilien, Hüte und ganz spezielle Bürsten – alles fand sich auch am Montag dort. „Wir kommen immer hierher um spezielle Hosenträger für unseren 87-jährigen Onkel zu kaufen“, erklärte die gutgelaunte Familie Pfisterer aus Heubach. „Die gibt es sonst nirgends mehr und wir müssten sie im Internet bestellen“, beschrieb die Familie.

Mancher nutzte die Gelegenheit, sich testen und gar impfen zu lassen. Denn im Rathaus war eine Impfstraße von einem mobilen Impfteam aus Aalen eingerichtet worden. „Jede Impfung gegen Corona zählt“, beschrieb Bereitschaftsleiter Matthias Duschek von der Ortsgruppe des DRK. Und die hatten alle Hände voll zu tun auf dem Markt, boten sie doch die Bewirtung. Ab halb sieben Uhr in der Früh hatte sich das elfköpfige Küchenteam zum Schälen und Schnippeln der Kartoffel getroffen. „50 Kilogramm Kartoffel wurden verarbeitet“, schilderte Duschek dankbar. Und, klar, waren die Maultaschen mit eben diesem leckeren Kartoffelsalat der Renner.

Gern wurde florale Dekoration aus Seegras beim Stand der katholischen Frauengruppe mitgenommen. „Für einen guten Zweck, wir unterstützen eine Mission mit Waisenhaus und eine Schule von Pater Joseph in Indien“, erklärte Edith Neff. Der Geistliche war einst Seelsorger in Bartholomä und man befindet sich in engem Austausch mit ihm.

Markt in Bartholomä.
Markt in Bartholomä.

Zurück zur Übersicht: Bartholomä

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare