Wo der Nikolaus mit Blaulicht kommt

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Die Fenster der Bartholomäer Feuerwehrtore sind derzeit ein Hingucker und für viele Familien ein Ziel für einen Spaziergang.
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Feuerwehr, DRK und Gemeinde haben in Bartholomä eine Aktion für Kinder gestartet. Was dahinter steckt, wie das Projekt angenommen wurde und wie es weitergeht.

Bartholomä

Bis zum Nikolaustag am 6. Dezember hatten die kleinen Künstler Zeit, ihre Werke einzureichen. Und sie haben sich nicht lumpen lassen. Rund 150 Einsendungen zählten Feuerwehr-Kommandant Thorsten Sperrle und sein Helfer-Team. "Einfach phänomenal", meint Sperrle. Bei manchen Werken sei deutlich zu sehen, dass sich die Kinder stunden- oder sogar tagelang damit beschäftigt hatten.

Was steckt hinter der Aktion? Schon beim ersten "Lockdown" im Frühjahr haben sich die Feuerwehrkameraden gedacht, dass es gut wäre, den Kindern zu Hause etwas zu tun zu geben, erinnert sich Sperrle. Auch mit dem Gedanken, die Hilfsorganisationen ins Gedächtnis der Leute, vor allem auch der jüngeren, zu bringen. "Wer nix macht, verliert die Jugend", ist Thorsten Sperrle überzeugt.

Gesagt, getan. Die Aktion an Ostern, samt geschmücktem Feuerwehrauto und verkleideten Floriansjüngern, sei "super angekommen". Da sei es Ehrensache, auch jetzt in der Vorweihnachtszeit wieder etwas die Beine zu stellen.

"Anders als bei manchen anderen Aktionen in der Region kommt unser Nikolaus aber nicht einfach so vorbei", erläutert Thorsten Sperrle. "Die Kinder müssen schon was dafür tun." Denn es gehe nicht nur um den Gedanken des Schenkens und Beschenkt-Werdens. "Wir haben da gleich mehrere Dinge im Blick", sagt der Kommandant. Zum einen sollen die Kinder beschäftigt werden und sich kreativ austoben. "Wenn alles ausfällt, sitzen die ja sonst nur rum", meint Sperrle. Also haben sich die Organisatoren verschiedene Aufgaben überlegt – angepasst an die Altersgruppen. Die ganz Kleinen konnten eine Malvorlage eines Feuerwehrautos ausdrucken und verschönern. Die etwas Älteren durften sich an Gedichten versuchen, in denen etwa die Worte Feuerwehr und DRK vorkommen mussten. Oder eine Geschichte abliefern unter der Überschrift ""Als der Nikolaus die Feuerwehr/das DRK braucht".

Wer nix macht, verliert die Jugend.

Thorsten Sperrle, Kommandant

Die gesammelten Werke klebte das Helfer-Team an die Tore des Feuerwehrhauses. Seit Montag waren sie damit beschäftigt. "Erstmal mussten wir die Fenster putzen", sagt Thorsten Sperrle und lacht. Außerdem galt es, das Ganze noch mit leuchtender Weihnachtsdeko zu umrahmen. Soll ja schließlich ein Blickfang sein. Denn das ist ein weiteres Ziel der Aktion: "Die Leute sollen sich abends sagen können, hei, machen wir doch einen Spaziergang zum Feuerwehrhaus und schauen uns das an."

Alle kleinen Bartholomäer Künstler bekommen am vierten Advent einen Besuch vom Nikolaus, verspricht Sperrle. Standesgemäß rückt der zwischen 16 Uhr und 20 Uhr mit Blaulicht und allem Drum und Dran aus. Die Kosten für die Geschenke – laut Thorsten Sperrle übrigens "nicht bloß ein paar Nüsse, Mandarinen und Äpfel, sondern auch Spiele, die richtig Spaß machen" – teilen sich DRK, Feuerwehr und Gemeinde, die Raiffeisenbank unterstützt mit einer Finanzspritze.

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