B 29: Böbingen wartet weiter auf Berlin

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Wann kommt die Entscheidung aus Berlin?
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Land geht von „zeitnaher Entscheidung aus“. Vom Bundesverkehrsministerium gibt's keine Antwort.

Böbingen. Bei Essingen gehen die Bauarbeiten für den vierspurigen Ausbau der B 29 sichtbar voran. Weiter westlich, nach der ausgebauten Mögglinger Südumgehung, wartet auf die Autofahrer nach wie vor das Nadelöhr Böbingen.

Wie und wann geht es hier an den Ausbau? Das fragte die Gmünder Tagespost schon mehrfach beim zuständigen Bundesverkehrsministerium nach. Zuletzt im April gab es folgende Antworten: Die Straßenbauverwaltung des Landes habe „Aktualisierungen sowie Ergänzungen von einzelnen Planteilen vorgenommen“. Die Fachabteilung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) sei „in einem konstruktiven Dialog mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg“ und stimme mit diesem ab, wo diese Unterlagen zu spezifizieren und zu ergänzen seien, „um die noch verbleibenden entscheidungsrelevanten Punkte abschließend zu klären“.

Mitte dieser Woche hat diese Zeitung nochmals nachgehakt, sowohl beim Bundes- als auch beim Landesverkehrsministerium. Es sollten folgende Fragen beantwortet werden: Um welche Aktualisierungen von welchen Planteilen hat es sich konkret gehandelt? Sind die Unterlagen mittlerweile „spezifiziert und ergänzt“? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen? Sind nun alle Punkte geklärt? Bis wann können die Böbinger mit einer Entscheidung rechnen, wie wird diese aussehen und wie sieht der dann folgende Zeitplan der baulichen Umsetzung aus?

Aus dem Landesverkehrsministerium gab es dazu folgende Antworten: „Von der Straßenbauverwaltung des Landes wurde insbesondere ein umfangreicher vertiefender Variantenvergleich erarbeitet, in dem die untersuchten Varianten anhand zahlreicher Kriterien wie verkehrliche Wirkungen, Auswirkungen auf die Umwelt, Bau- und Unterhaltungskosten usw. untereinander abgewogen und bewertet wurden.“ Weiterhin seien dem BMVI ergänzende Angaben zum Baugrund nachgereicht worden. Mittlerweile lägen diese Unterlagen dem BMVI vor. „Aus Sicht des Landes sind damit zu allen relevanten Punkten ausreichende Aussagen getroffen worden. Die Unterlagen sind nunmehr vom BMVI zu bewerten und zu beurteilen“, so der Sprecher des Landesverkehrsministeriums. Soweit dem Land bekannt, strebe das BMVI an, die hierzu notwendigen Arbeiten „zeitnah abzuschließen“. Welche Variante der weiteren Planung zugrunde zu legen sei, werde vom Bund als Baulastträger der B 29 entschieden.

Vom Bundesverkehrsministerium gab es bislang keine Reaktion. David Wagner

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