Barbara Alemazung übernimmt die Böbinger Adler-Apotheke

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Barbara Alemazung übernimmt ab 2. Mai die Apotheke in der Böbinger Hauptstraße vom bisherigen Besitzer Jochen Galuschka. Was sie zu ihrer Entscheidung motiviert hat.

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Barbara Alemazung wird die neue Chefin in der Böbinger Adler-Apotheke. Das bestätigen sowohl Barbara Alemazung als auch der bisherige Betreiber der Apotheke, Jochen Galuschka, auf Nachfrage. Die 45-Jährige arbeitet derzeit noch als approbierte Apothekerin in der Rems-Apotheke in Schwäbisch Gmünd.

Zum Hintergrund: Vergangenen November war öffentlich geworden, das Jochen Galuschka altershalber zum Jahresende aufhören möchte. Die Gemeinde setzte das Thema Apotheken-Nachfolge dann auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Die Verwaltung, so hieß es in der damaligen Sitzungsvorlage, unterstütze Jochen Galuschka bei der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Schließlich sei es ein großer Wunsch der Gemeinde, dass die Apotheke weitergeführt werde. Denn sei die Apotheke erst einmal geschlossen und die Immobilie verkauft oder zu anderen Zwecken weitervermietet, werde es kaum möglich sein, eine neue Apotheke in der Gemeinde zu eröffnen. Ende Dezember verkündete die Gemeinde in einer Pressemitteilung, dass die Apotheke bis auf Weiteres zunächst erhalten bliebe. Voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres soll es eine Übergabe der Apotheke an einen neuen Betreiber geben hieß es im Dezember.

Nun steht der Termin und die Nachfolgerin fest: Barbara Alemazung übernimmt die Adler-Apotheke ab 2. Mai. Bürgermeister Jürgen Stempfle berichtet, er habe Barbara Alemazung bei der Wahl ihres Mannes, Dr. Joy Alemazung, zum Heubacher Bürgermeister kennen- und schätzen gelernt. Man sich dann zu Gesprächen zusammengesetzt und könne nun das freudige Ergebnis der gelungenen Nachfolge verkünden, so Stempfle. Barbara Alemazung werde sicher ihre eigenen Schwerpunkte setzen, darauf könne man nur gespannt sein und als Gemeinde sehr froh über diese geglückte Nachfolgeregelung.

Für Barbara Alemazung sei es keine leichte Entscheidung gewesen, wie sie erzählt. Sie sei mit ihrer Stelle in der Rems-Apotheke sehr zufrieden. Allerdings habe sie vor der Wahl gestanden: Sie macht es oder die Böbinger Apotheke schließt. „Die Notwendigkeit einer Apotheke vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger ist für mich von großer Bedeutung“, meint Barbara Alemazung. Die Menschen bräuchten Apotheken mit zuverlässiger Beratung, dennoch seien viele Apotheken von Schließungen bedroht, insbesondere in kleineren Städten und Gemeinden. „Die Tatsache, dass die Apotheke hätte schließen müssen, wenn ich das nicht übernommen hätte, war entscheidend für meine Entscheidung. Es ist eine bewusste Entscheidung, der Schließung der einzigen Apotheke in Böbingen entgegen zu wirken und die Menschen in der Gemeinde diesen lebenswichtigen Dienst zu gewährleisten“, so Barbara Alemazung.

Eben weil die Apotheke vor der Schließung stand, hätten sich die Mitarbeiterinnen alle nach anderen Arbeitsstellen umgesehen, berichtet die neue Chefin. Sie müsse nun neue Mitarbeiterinnen einstellen. „Es wäre sehr schön gewesen, wenn ich die Mitarbeiterinnen hätte behalten könnte. Ich habe vergeblich versucht, alle wieder zu gewinnen, aber viele von ihnen hatten schon Verträge mit anderen Arbeitgeberinnen abgeschlossen“, so Barbara Alemazung.

Barbara Alemazung

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