Böbingen: August Freudenreich verlässt die Politik

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Andreas Killer (li) rückt für August Freudenreich nach, BM Jürgen Stempfle (re) fand lobende Worte
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August Freudenreich wird vom Böbinger Gremium mit viel Lob und dankende Worte verabschiedet.

Böbingen. Im November hatte der langjährige Gemeinderat August Freudenreich dem Böbinger Bürgermeister Jürgen Stempfle seinen Entschluss mitgeteilt, sich aus persönlichen Gründen aus der Kommunalpolitik zurückziehen zu wollen. In der ersten Sitzung des Jahres wurde das verdiente Gremiumsmitglied nun offiziell verabschiedet. Mit Freudenreich verliere das Böbinger Gremium eine große Persönlichkeit, führte Stempfle dabei in seiner Laudatio aus und bedankte sich „besonders herzlich“ für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Er habe, sagte Stempfle, „als noch junger Bürgermeister“ in seinen Anfangszeiten von dem scheidenden Ratsmitglied immer viel Hilfe und Unterstützung erfahren. Während der Vakanz bis zur Amtseinsetzung von Bürgermeister Stempfle habe Freudenreich als stellvertretender Bürgermeister neben dem Schuldienst „auch das Rathaus gemanagt“. Als „kontaktfreudiger Mensch“ besitze August Freudenreich die Fähigkeit immer zu wissen, „wo in der Bürgerschaft der Schuh drückt“.

Die Gelassenheit von Freudenreich sei nicht erlernbar, merkt Stempfle an. Auch habe sich der scheidende Gemeinderat nie in den Mittelpunkt gedrängt. In Beratungen und bei Beschlussfassungen sei es Freudenreich als Mitglied der SPD immer „um die Sache gegangen“und nie um parteipolitische Reibereien gegangen. Das gute Netzwerk des pensionierten Pädagogen im Bereich der Bildung habe der Verwaltung immer gute Impulse gebracht. Meinungsstark habe Freudenreich viele unangenehme Themen vertreten und dabei immer positiv nach vorne geschaut.

Besonders zeichne Freudenreich sein ehrenamtliches Engagement aus, lobte Stempfle, denn für die Kulturarbeit, ein wichtiger Faktor in Böbingen, habe sich Freudenreich stets engagiert. Mit seinem freiwilligen Ausscheiden mache der Gemeinderat nun den Platz frei für den „jungen Nachrücker“. Stempfles Aufzählung der mit Freudenreich angestoßenen und vollendeten Projekte nahm einige Zeit in Anspruch.

Für die CDU-Fraktion war es Dr. Peter Högerle ein Anliegen dem langjährigen Ratskollegen dankende Worte mit auf den Weg zu geben. Auch er hob die „enorme Leistung“ von Freudenreich hervor. Durch dessen Arbeit habe man auf wohltuende Art mitbekommen, wie die Bürgerschaft die Arbeit des Gemeinderates honoriert. Als geborener Pädagoge sehe Freudenreich in allen Menschen ihr Potenzial, mit seiner Leidenschaft für Kultur und Bildung sei Freudenreich überall die Jahre ein „ungeheuer wichtiges Mitglied des Gemeinderates gewesen.

32 Jahre als Gemeinderat und davon 22 Jahre als stellvertretender Bürgermeister könnte ein „Rekord für die Ewigkeit werden“, meinte Otto Betz für die SPD/Unabhängige Bürger. Wichtiger als Rekorde sei aber die vollbrachte Leistung im Gremium für die Bürger, die stets großartigen Wahlergebnisse sprächen für sich. Für die Freien Wähler schloss sich Manfred Gold den Worten seiner Vorredner an und mit „Herzlichen Dank und Glück auf“ dankte er für die vielen Jahre vertrauensvoller Zusammenarbeit.

Freudenreich selbst dankte für die wohlwollenden Worte. Er sei 32 Jahre lang gerne Mitglied des Gemeinderates gewesen. Dies habe ihm die Möglichkeit gegeben, die Böbinger Infrastruktur für das Wohl der Mitbürger mitzugestalten. Die Arbeit des gesamten Gremiums habe er stets auf „menschlich angenehme Weise“ positiv erlebt.

Als „Nachrücker“ wurde Andreas Killer verpflichtet, der bei seiner Erstkandidatur zur Kommunalwahl ein großartiges Wahlergebnis eingefahren habe, stellte Bürgermeister Stempfle fest. ⋌Andrea Rohrbach

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