Böbingen baut für den Tunnel vor

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Der Rohbau für die vierte Fahrzeugbox der Böbinger Feuerwehr steht. Kommandant Dominik Ebert (li.) und Bürgermeister Jürgen Stempfle hätten ohne Corona nun zum Richtfest eingeladen.
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Eine Erweiterung des Feuerwehrhauses soll Platz für ein mögliches Sonderfahrzeug für Einsätze in der Röhre schaffen.

Böbingen. Bereits zum Frühherbst soll sich die weitere Fahrzeugbox inklusive Innenausbau und –Installationen ans bestehende Feuerwehrhaus anschmiegen. „Wir wollen für die Zukunft gerüstet sein“, verweist Böbingens Bürgermeister Jürgen Stempfle auf einen künftigen Tunnel, der auch die Feuerwehr am Ort vor neue Aufgaben stellt. „Dann gibt’s eventuell ein Sondereinsatzfahrzeug.“ Doch dieses braucht Platz. Und der ist aktuell im Feuerwehrhaus nicht vorhanden.

Dies zeigte sich bereits bei der Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplan 2017, wie Kommandant Dominik Ebert feststellt. Momentan finden sich in drei Fahrzeugboxen ein Hilfslöschfahrzeug, HLF 10, sowie ein Tanklöschfahrzeug TLF8/18. Hinzu kommt ein Löschfahrzeug LF 8/6, das sich die Box mit dem Mannschaftstransportwagen teilen muss. Die vierte Box, die nun angebaut wird, wird die Platzkapazität maßgeblich erhöhen. Mit einer Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter ist sie auch gut präpariert für ein künftiges Ersatzfahrzeug des TLF, das aus dem Jahr 1982 stammt. Die Krux: die neuen Einsatzfahrzeuge sind mittlerweile höher als die bisherigen. Und „deutlich länger“, wie der Kommandant beschreibt. Zudem wird die vierte Fahrzeugbox auch mehr Lagerkapazität bringen. Etwa für Ölbinder.

Bürgermeister Jürgen Stempfle informiert, dass rund 430 000 Euro in die Erweiterung investiert werden. Hierfür gibt’s einen 45 000-Euro-Zuschuss vom Land aus dem Topf fürs Feuerwehrwesen. Den Rest schultert die Gemeinde, ohne dass ein Kredit aufgenommen werden muss. Und bislang sieht’s gut aus, dass die Kosten gehalten werden. „Eigentlich könnten wir jetzt Richtfest feiern“, bemerkt Stempfle, dass der Rohbau demnächst komplett erstellt ist.

Ein nicht ganz alltägliches Baufahrzeug zeigte sich beim Spatenstich Ende März auf der Baustelle. Hierbei handelte es sich um einen überdimensionalen Hammer, der die neun Gusspfähle rund zwölf Meter tief in den Untergrund rammte. Auf diesen ruht jetzt das Fundament der n Box. Lob hat der Bürgermeister für die Firma Hermann Fuchs aus Ellwangen, die Termintreue beim Rohbau bewies.

Wenn kommende Woche das Dach für die Abdichtungsarbeiten vorbereitet wird, ist der Rohbau komplett. Die Fenster, die bislang an der Außenwand der dritten Fahrzeugbox waren, wurden zwischenzeitlich an der neuen Außenwand der vierten Box integriert. Weitere Fenster werden hinzukommen. Dann starten bald die Arbeiten für den Innenausbau. Rohinstallationen erfolgen, Heizkörper aus der dritten Box werden in die vierte installiert. Zudem wird die Druckluftanlage weiterverlegt. „Die Elektroinstallationen erfolgen im Aufputz“, erklärt Stempfle. Für den Boden gibt’s ebenso wie in den übrigen drei Fahrzeugboxen einen Rüttel-Klinker-Belag.

Durch den Anbau hat sich auch die auf dem Dach befindliche Terrasse für den Bürgersaal logischerweise erweitert. Deren Ausgestaltung wird im Gemeinderat noch beraten.

Aktuell 72 aktive Einsatzkräfte

Die Böbinger Feuerwehr beweist mit aktuell 72 aktiven Einsatzkräften rund um Kommandant Dominik Ebert sowie neun Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, 15 Angehörigen in der Kinderfeuerwehr und einer 20-köpfigen Altersabteilung eine große Schlagkraft und eine starke Gemeinschaft. Beides wird auch gebraucht bei durchschnittlich 20 Einsätzen im Jahr. Mit dem B-29-Tunnel könnte ein ganz neues Einsatzgebiet hinzukommen.

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