Böbinger Spielplatz kommt zu gut an

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Der Technische Ausschuss des Böbinger Gemeinderats steht vor einem Luxusproblem, wie ein Gemeinderat sagte; denn Schäden am Spielplatz im Park am alten Bahndamm entstehen deshalb so rasch, weil dieser so gut angenommen wird.
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Abgetragene Erde, abschüssige Hügel: Der Technische Ausschuss des Böbinger Gemeinderats begutachtet den Spielplatz im Park am alten Bahndamm. Wohl nicht zum letzten Mal.

Wir werden in zwei, drei Jahren wieder hier stehen.“

Jürgen Stempfle,, Bürgermeister

Böbingen

Eigentlich ist es ja ein „Luxusproblem“, meinte Gemeinderat Josef Apprich am Mittwoch im Park am alten Bahndamm in Böbingen. Dort hatten sich die Mitglieder des Technischen Ausschusses am Spielplatz versammelt, um die Schäden zu begutachten.

Luxusproblem deswegen, weil die Schäden ja nur deshalb so schnell entstanden seien, weil der Spielplatz so enorm gut angenommen werde. Das konnte Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera nur bekräftigen. Als sie heute Morgen schon einmal vorbeigeschaut habe, sei eine ganze Schulklasse dagewesen, mit rund 30 Kindern. Auch Bürgermeister Jürgen Stempfle betonte, dass der Spielplatz, der wie der ganze Park im Jahr 2019 zur Remstal-Gartenschau entstanden war, sehr stark genutzt werde.

Die Probleme

Das Hauptaugenmerk legten die Ausschussmitglieder auf den aufgeschütteten Erdhügel, sozusagen das Herz des Spielplatzes. Auf dem Hügel gibt es eine Bank und ein Trampolin, unter dem Hügel verläuft ein Betonrohr, durch das die spielenden Kinder krabbeln können. Das größte Problem sei, dass die Erde stark abgetragen werde. „Man fragt sich wirklich, wo die ganze Erde hin ist“, meinte Bürgermeister Stempfle. Gefühlt sei es ein Drittel weniger als bei der Einweihung des Spielplatzes. Durch den Erdabtrag werde die Betonröhre mehr und mehr freigelegt, was für die Kinder gefährlich werden könnte, schilderte Sigrid Bombera. Außerdem könne die Bank auf dem Rand des Hügels kaum noch genutzt werden, weil zunehmend Erde unter ihren Standbeinen abhandenkomme. Zum einen sollte also die Röhre geschützt werden und generell wieder Erde an den Hügel gebracht werden.

Zudem sei der Hang ziemlich steil, vor allem bei Nässe hätten Eltern mit Kleinkindern, die hoch zum Trampolin wollten, damit ihre liebe Not. Hier seien Aufstiegshilfen, etwa Steigstämme und/oder Seile an Palisaden, denkbar. Auch ein zweites Trampolin, das nicht ausgerechnet auf dem Hügel wäre, könnte in die Planung aufgenommen werden. Nicht zuletzt regte die Landschaftsarchitektin aus Sicherheitsgründen eine Brüstung oben am Hügel an.

Vor allem, was die neu aufzuschüttenden Erde betreffe, machte sie aber klar: „Eine dauerhafte Lösung ist hier kaum möglich.“ Das bestätigte Jürgen Stempfle. „Wir werden in zwei, drei Jahren wieder hier stehen.“ Oder früher, meinte Otto Betz.

Sigrid Bombera wird nun die nötigen Maßnahmen, einschließlich eines zweiten Trampolins, zusammenfassen und Angebote bei Firmen einholen. Über diese entscheidet dann der Gemeinderat.

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