Bunte Afrika-Tage in Böbingen

  • Weitere
    schließen
+
In Böbingen soll es afrikanisches Flair geben.

Afrikanischer Markt des Vereins „Tukolere Wamu“ und Bericht von Pater Gregor Schmidt.

Böbingen. Vor 26 Jahren wurde der Verein „Tukolere Wamu“, das in Luganda, einer der rund 40 Sprachen in Uganda, so viel heißt, wie „lasst uns gemeinsam arbeiten“, gegründet. Ideengeberin und Gründungsmitglied war die aus Böbingen stammende Gertrud Schweizer-Ehrler, die über neun Jahre im Kinder- und Gesundheitsprojekt in Salem in Uganda gearbeitet hatte.

Bis heute werden viele Projekte im Bildungsbereich, zum Beispiel der Bau von Schultoiletten, Klassenzimmern, Bibliotheken oder die Herstellung von Schulbänken unterstützt. Im Bereich Gesundheit werden in Uganda derzeit drei Krankenstationen gefördert, zuletzt das Bulangira- Gesundheitszentrum mit einem Motorrad-Krankenwagen und einem Entbindungsbett.

Über die Jahre erweiterte sich die Projektarbeit in andere afrikanische Länder. Pater Bernhard Schweizer, der über viele Jahre im Kongo wirkte, wurde genauso unterstützt wie Projektpartner in Burundi, Tansania, Kenia, Malawi und so weiter.

Einen starken Bezug hat Tukolere Wamu nach Togo. Die togoische Selbsthilfeorganisation „Chance de Vivre“ setzt in vier Regionen der ehemaligen deutschen Kolonie Projekte um. So konnten sie in den vergangenen zwei Jahren sieben Schulen komplett renovieren oder neu bauen und einige hundert Schulbänke finanzieren, zumeist als „Bankpatenschaft“, auf Wunsch werden Namen der Paten darauf gedruckt.

Als Nächstes soll die total marode Lonkfoloko-Krankenstation in d`Akébou renoviert werden. Die Kosten betragen gut 6500 Euro.

Kunsthandwerk und mehr

Die Gemeinde Böbingen aber auch die katholische Kirchengemeinde unterstützen die Arbeit maßgeblich. Am Wochenende, 10. und 11. Juli, findet im Gartenschaugelände im Park in Böbingen ab 13.30 Uhr ein afrikanischer Markt mit Textilien, Kunsthandwerk, Karten und vielem mehr statt. Kinder können afrikanische Fußbälle aus Abfallmaterialien und andere tolle Dinge basteln.

Die Mitgliedervollversammlung, öffentlich und mit vielen Bildern und Berichten über die Projektarbeit findet um 15 Uhr statt und wird von Bürgermeister Jürgen Stempfle offiziell eröffnet. Im Anschluss Gelegenheit zum Austausch und Verweilen in afrikanischem Flair.

Am Sonntag, 11. Juli, ist Gottesdienst um 10.30 Uhr in die katholische Kirche. Pater Gregor Schmidt, der seit vielen Jahren im Südsudan arbeitet und dessen Projektarbeit von Tukolere Wamu unterstützt wird, wird zu Gast sein.

Im Anschluss an den Gottesdienst erzählt er vor dem Coleman über seine Arbeit in einer Region ohne eine einzige Straße, von Transporten auf dem Nil mit überfüllten Booten und von mehrtägigen Fußmärschen, um die entlegenen Teile seiner weitläufigen Pfarrei zu besuchen. Der Marsch geht zu Fuß, oftmals mit vielen Hindernissen.

Für die Zuhörer werden Grillwürstle angeboten.

Infos zum Verein Tukolere Wamu und auch zur Veranstaltung auf www.tukolere-wamu.de

Zurück zur Übersicht: Böbingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL