Die Biker dürfen bald loslegen

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Der Böbinger Bikerpark ist in wenigen Wochen nutzbar, es fehlt nur noch die Bepflanzung, v.l. Jürgen Stempfle, Simon Reitberger, Jan Sponseil, Martin Brasda mit Finn und Volker Prölß.

Nur noch Beschilderung und Bepflanzung fehlen im Böbinger Bikerpark. 1700 Kubikmeter modellierte Erde und viel Fachwissen sorgen dafür, dass Anfänger wie Könner die passende Strecke vorfinden.

Böbingen

Man sieht dem 13-jährigen Finn die Freude an. Er blickt bereits sehnsüchtig auf die Strecke, die er bald mit seinem Fahrrad erkunden wird. Neben ihm steht sein Vater, Volker Prölß. Als zweiter Vorsitzender der Radsportabteilung des TSV Böbingen hat er gemeinsam mit dem Leiter der Radsportjugend, Martin Brasda, die Suche nach einer Fachfirma gestartet. „Im Auftrag der Gemeinde“, wie Bürgermeister Jürgen Stempfle schildert. Und man wurde in Franken fündig. Die dortige Firma Kolap war die günstigste Bieterin für das Projekt. So machten sich die beiden Spezialisten Jan Sponseil und Simon Reitberger aus Nürnberg auf den Weg nach Böbingen. Das Gelände wurde begutachtet, die Planung konnte starten.

Der Böbinger Bikerpark ist in wenigen Wochen nutzbar.

Der Standort entlang der Trasse des Remstalwegs bot sich an, gab es dort doch bereits den ersten Bikepark der Radsportler. Allerdings, so beschreibt Bürgermeister Jürgen Stempfle mit Bedauern, musste dieser aufgrund von Sicherheitsmängeln letztlich vor gut eineinhalb Jahren geschlossen werden. Zuvor hatte man diesen vor vielen Jahren im Ehrenamt erstellt. „Es war aufgrund der gesetzlichen Sicherheitsvorgaben einfach klar, dass professionelle Hilfe gebraucht wird“, begründet Martin Brasda die Beauftragung der Nürnberger Firma. Dankbar richten die beiden Radsportler aus Böbingen hierbei den Blick auf den Bürgermeister. „Er hat sich für uns starkgemacht und den Gemeinderat überzeugen können“, so Brasda. Stempfle wiederum betont, dass es sowohl dem Gremium als auch der Verwaltung wichtig war, ein positives Signal in Richtung der Radsportler zu geben. „Dort wird hervorragende Jugendarbeit geleistet“, erläutert Stempfle, dass rund 70 Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren bei der Radsportabteilung regelmäßig sicheres Fahren trainieren.

In wenigen Wochen, wenn die Beschilderung und die Bepflanzung erfolgt sind, wird der Bikerpark offiziell übergeben. „Die Radsportabteilung wird sich um die regelmäßige Unterhaltung der Anlage kümmern“, sagt Stempfle dankbar.

Der Böbinger Bikepark.

Drei Strecken zur Wahl

Was der Bikerpark alles bietet? Drei unterschiedliche Strecken mit mehreren Schwierigkeitsgraden. Möglich wurde dieses Angebot durch eine umfassende Geländemodellage und professionelle Planung. „800 Kubikmeter Erde waren Bestand, 900 Kubikmeter wurden noch angefahren“, berichtet Jan Sponseil. Für die Erdarbeiten benötigten die Bauprofis rund zwei Wochen. Integriert sind diverse Lärchenholzelemente zum Überfahren, die mittels Fundamenten und Eisen-Untergrundkonstruktion witterungsunabhängig quasi über dem Boden schweben. Zudem finden sich auf den Strecken Spitzkehren, Wurzeln, Treppen und Sprunghügel. Kurzum, alles, was man für ein fundiertes Sicherheitstraining auf dem Fahrrad benötigt.

„Wir wollen auch Sicherheitstraining für E-Biker anbieten.“

Martin Brasda,, TSV Böbingen

Für jedes Alter und Rad

Wichtig ist den Radsportlern, dass die generationenübergreifende Biker-Anlage tatsächlich für jedes Alter etwas zu bieten hat. „Wir wollen auch Sicherheitstraining für E-Biker anbieten“, schildert Martin Brasda. Und hat hierbei Senioren im Blick, die zunehmend auf dieser Radart unterwegs sind. Überhaupt soll die Anlage für die unterschiedlichsten Übungen zur Verfügung stehen. Für Rad-Neulinge über Freizeitsportler und den Profi, der bei Weltcups antritt. Denn auch solche Mitglieder haben die Böbinger Radsportler. A propos Weltcup, die Böbinger Radsportler stellen in Zukunft eine der sieben Stationen, an denen der „Albgold Juniorcup“ ausgefochten wird. Wann dieser sein wird, wird sich noch zeigen. „Wir haben ja noch Corona“, bedauert Volker Prölß.

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