„Ein musikalisches Feuerwerk“ in Böbingen

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Das Bild zeigt von links nach rechts: Brigitte Wenke, Linus Weller, Susanne Thier und Dr. Birgit Winker.

Brigitte Wenke mit ihrer langjährigen musikalischen Weggefährtin Susanne Thier im Bürgersaal.

Böbingen. „Merci Maman! Ein musikalisches Feuerwerk zu vier Händen“, unter diesem Titel fand das musikalische Dankeschön der Gmünder Konzertpianistin Brigitte Wenke statt. Wie die Moderatorin Dr. Birgit Winker anmerkte galt der Dank all denjenigen, die sich in den zurückliegenden Pandemiemonaten ihren Mitmenschen in vielfältiger Form angenommen hatten. Und so entfachte Brigitte Wenke mit ihrer langjährigen musikalischen Weggefährtin Susanne Thier ein Feuerwerk zu vier Händen auf dem Flügel im Bürgersaal zu Böbingen.

Der programmatische Schwerpunkt lag bei Mozart und Brahms. Allerdings setzte Linus Weller mit dem gekonnt vorgetragenen „Frühlingstraum“ aus Schuberts Winterreise sowie mit dem nicht minder bekannten „Caro mi oben“ von G. Giordani gesangliche Akzente, sehr zur Freude des Publikums.

Überhaupt zeigte sich das Publikum höchst entzückt, den Worten von Bürgermeister Jürgen Stempfle folgend quasi dankbar ob der wieder zart aufblühenden kulturellen Landschaft. Gefühlvoll pflegten Wenke und Thier dieses zarte Pflänzchen mit emotional stark vorgetragenen Adagio-Sätzen aus Mozarts Sonaten D-Dur, KV381, sowie C-Dur KV 19c. Den rasanten Kontrapunkt setzten die beiden mit einer geschmackvollen Auswahl an ungarischen Tänzen von Johannes Brahms.

Neben dem berühmten „Seufzer der Puszta“ ging es in den entsprechenden Passagen wild, beinahe ungezügelt zu, ganz im Sinne des Komponisten. Technisch brillant umgesetzt sprang der Funke auf die Zuhörer über. Mit begeisterten Blicken, wippenden Fußspitzen und spontanen Bravo-Rufen feuerten sie die Pianistinnen förmlich an.

Elfjähriges Bühnenjubiläum

Den Abschluss bildete die berühmte „Badinerie“ aus der Orchestersuite h-moll BWV1067 von J.S. Bach. Denn ganz nebenbei feierten Wenke und Thier mit diesem Konzert auch ihr elfjähriges gemeinsames Bühnenjubiläum.

Ein würdiger Abschluss also, der vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde. Dieses entließ Wenke und Thier folglich auch erst nach einer Zugabe in den lauen Sommerabend.

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