Fasching frei Haus nach Böbingen geliefert

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Wildsauen machen Besuch im Kindergarten Böbingen
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Was sich die neue Narrenzunft der Bäbenger Wildsaue überlegt haben, um in Böbingen etwas närrische Stimmung zu verbreiten.

Böbingen

Der blaue Himmel spannt sich über Böbingen, ein Tag wie geschaffen, um am Rosenmontag Straßenfasching zu feiern. Wie in vielen Gemeinden auch, gab's in Böbingen am Rosenmontag keine großen Faschingsfeierlichkeiten oder Kinderfasching. Im Oberlin-Kindergarten versuchte man das Beste für die Kinder aus der Situation zu machen und feierte im kleinen Rahmen bereits am Freitag eine kleine Faschingsparty mit Theater und Leckerem vom Buffet, erklärt Einrichtungsleiterin Andrea Henzler. Und um den Kleinsten der Gemeinde ein wenig närrisches Treiben zu bieten, hat sich die Narrenzunft der Bäbenger Wildsaue zu einem „halboffiziellen Kindergartensturm“ entschieden.

Noch bei ihrer Gründung im vergangenen November haben die Böbinger Neu-Narren hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt und auf viele Auftritte in dieser fünften Jahreszeit gehofft, um die handgeschnitzten Masken der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Allen Viren zum Trotz, blieb die Euphorie des bis jetzt noch überschaubaren Vereins ungebrochen, „wir lassen uns doch von einem Virus nicht die Laune verderben“, erklärt Zunftmeister und Gründungswildsau Maximilian Wittmann.

Bereits auf dem Weg zum Kindergarten waren von Weitem die Schellen an den pelzigen Gewändern zu hören. Keine Hausglocke war sicher, überall klingelten die pelzigen Gesellen um, in coronakonformer Abstand, dem jeweiligen „Türöffner“ ganz nach Alter entweder etwas Süßes oder etwas „Stimmungsaufhellendes“ zu übergeben. Diese freudige Überraschung ereilte auch Passanten, die den Weg der Sauen kreuzten.

Im „Langer Weg“ schallte bereits fetzige Faschingsmusik aus Türen und Fenstern, die kleinen Rosenmontagsnarren warteten auf ihren außergewöhnlichen Besuch. Ganz unvorbereitet waren die rund 90 kleinen Einhörner, Piraten und Cowboys nicht. Ein knackiges „borstig, borstig ist die Wildsau und wenn die Sau nicht borstig wär, dann wär' sie keine Wildsau mehr“, empfing die unter ihren dicken Kostümen ganz schön ins Schwitzen geratenen Wildsauen. Sollte doch einer der kleinen Einrichtungsbesucher noch etwas Zurückhaltung angesichts der Verkleidung der Wildsauen haben, wurde dieses Problem schnell gelöst, einmal die Maske lüften und alle Kinder wussten, „da sind ja Menschen drunter“, ein kleines Einhorn zeigte sich besonders furchtlos, „war doch klar dass das keine echten Wildsauen sind“.

Furchtlose Kinder

Mit Musik und Tanz wurden die Böbinger „Neu-Narren“ begrüßt, coronakonform im Garten der Einrichtung. Zur Belohnung und zum Dank gab's Süßes in die Hand, die immer mehr anwachsende Zuschauermenge, bestehend aus Mamas, Papas und Großeltern, wurden selbstverständlich auch bedacht. Mit den Bonbons und Lollies fielen die letzten Hemmungen bei den Kindern. Und dass die Böbinger Kindergartenkinder furchtlos und mutig sind, bewiesen sie mit dem anschließenden „Gespensterlied“.

Mehr Bilder gibt's online auf www.tagespost.de.

Wildsauen machen Besuch im Kindergarten Böbingen
Wildsauen machen Besuch im Kindergarten Böbingen
Bäbenger Wildsaue auf Tour: Bereits auf dem Weg zum Kindergarten waren von Weitem die Schellen an den pelzigen Gewändern zu hören. Die im vergangenen Jahr gegründete Narrenzunft stattete den Böbingern am Rosenmontag einen Besuch ab.

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