Heiraten im Böbinger Park

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Bald sollen Paare in Böbingen im Grünen heiraten können.
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Gremium will Eheschließungen im Grünen ermöglichen. Diskussion um Nutzungsbedingungen.


Böbingen. Im Park am alten Bahndamm sollen bald Eheschließungen möglich sein. Das beschloss der Gemeinderat Böbingen am Montagabend mehrheitlich. 

Es habe dahingehend in jüngster Zeit vermehrt Anfragen an die Verwaltung gegeben, wie Bürgermeister Jürgen Stempfle erläuterte. Er schlug dem Gemeinderat deshalb vor, Hochzeiten im Park zu erlauben, etwa an dem großen Zeltdach, der “HGV-Arena” oder unter dem Dach der “weißen Station” im Waldbereich. Parallel dazu müssten die  Paare aber immer auch den Bürgersaal mitreservieren, um bei schlechtem Wetter eine Ausweichmöglichkeit zu haben. 

Peter Bulling fragte, inwieweit die Öffentlichkeit bei Hochzeiten im Park Zugang haben dürfe. Es könne jedenfalls nicht sein, dass die Hochzeitsgesellschaft den Park den ganzen Tag für sich beanspruchten. Auf der anderen Seite müsse sichergestellt sein, dass die Zeremonie nicht durch andere Besucher gestört werde. “Vielleicht kann man ein Schild ‘Trauung’ aufstellen?”, regte Bulling an.

Otto Betz meinte auch, dass eine Sperrung des Parks für andere Besucher keinesfalls sein dürfe. Er selbst plädiere auch dafür, absolut keine Autos zuzulassen. Manfred Gold betonte, jegliche zusätzliche Aufbauten im Park sollten strikt limitiert werden. Er könne sich aber durchaus vorstellen, dass etwa das “Braut-Auto” in den Park fahren dürfe. Wolfgang Schmid störte sich an zu vielen Reglementierungen. Er meinte, man müsse aufpassen, dass man nicht auf der einen Seite zwar Heiraten im Park erlaube, dann aber sage, das dürfe man nicht und das auch nicht. 

Dr. Peter Högerle stellte klar, dass das Konzept stimmig sein müsse, dann seien Hochzeiten im Park sicher eine gute Sache. Gerhard Ziller äußerte die Befürchtung, dass viele Leute bei einer Hochzeit, die sie als “Sonderveranstaltung” empfänden, ohnehin “parken wie sie wollen”. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, müsse die Gemeinde die Hochzeits-Genehmigung nach einer Probezeit eben wieder zurücknehmen. 

Auf die Frage von Peter Bulling, mit vielen Hochzeiten die Verwaltung denn rechne, antwortete Stempfle: mit bis zu fünf pro Jahr. 

Der Bürgermeister formulierte im Beschlussantrag, dass die Paare nur auf die ohnehin im Park vorhandene Infrastruktur zurückgreifen sollen, zudem sollten Autos strikt verboten sein. Bei einer Gegenstimme von Gerhard Ziller stimmte der Gemeinderat zu. 

Nun muss noch die Standesamtsaufsicht des Landratsamts die Böbinger Pläne genehmigen.

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