Hermann: Tunnel bevorzugen!

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Verkehrsminister sagt dem von Landrat Bläse erbetenen Termin in Böbingen zu. Keine Antwort vom Bund.

Böbingen. Tunnel oder nicht? Wann fällt in Böbingen die Entscheidung? Landrat Dr. Joachim Bläse hatte diesbezüglich am 23. Februar einen Brief öffentlich gemacht, in dem er den Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, Steffen Bilger (CDU), zu einem weiteren Vor-Ort-Termin in Böbingen einladen möchte, voraussichtlich Ende März. Und zwar gemeinsam mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Dabei solle ein "Konsens für eine tragfähige Entscheidung erfolgen, die Basis für die zügige Fortführung der Planung sein soll".

Diese Zeitung hat am vergangenen Mittwoch beim Landratsamt und den beiden Ministerien nachgefragt: Kommt der Termin zustande? Was erwarten sich die Beteiligten? Eine Antwort hatte die Redaktion bis vergangenen Montag erbeten. Aus dem Landratsamt hieß es, derzeit laufe noch die Abstimmung. Die Pressestelle von Winfried Hermann bestätigte, dass das Schreiben eingegangen sei. Der Minister nehme gerne an einem solchen Termin teil und habe dies in einem persönlichen Schreiben dem Landrat auch mitgeteilt. Hermann hoffe demnach, dass ein solcher Termin dazu beitrage, "eine zeitnahe Entscheidung des Bundes zu der Frage herbeizuführen, welche Variante der weiteren Planung dieses Vorhabens zugrunde zu legen ist". Aus Sicht Hermanns "sollte dabei im Bereich von Böbingen im Interesse der Bürger von Böbingen eine Tunnellösung bevorzugt werden". Die Entscheidung treffe jedoch der Bund als Baulastträger der B 29, der auch die finanziellen Mittel zu deren Bau bereitzustellen habe. Aus dem Bundesverkehrsministerium hieß es am Montag: "Die Antwort ist bereits in Vorbereitung, aufgrund des Berliner Feiertages (Weltfrauentag) kann sich diese aber verzögern." Bis Dienstagabend lag keine Antwort von Bilger vor.

Unterdessen gab Böbingens Bürgermeister Jürgen Stempfle bekannt, dass das zuständige Ingenieurbüro bei den geologischen Untersuchungen nichts gefunden hätte, was gravierend gegen einen Tunnel spräche. Die geologischen Verhältnisse seien "unbedenklich", zitiert Stempfle den Ingenieur.

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