Im Sommer soll im Park am alten Bahndamm was los sein

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Die Gemeinde Böbingen stellt am 28. Juni das Opera-Zelt auf.

Böbingen. Wohl selten war ein Entschluss von den Böbinger Gemeinderäten so freudig gefasst worden wie am Montag in der Sitzung. Denn nachdem es die Corona-Zahlen im Mai noch nicht zugelassen hatten, war man sich einig gewesen, dass der Aufbau des Zelts verschoben wird. Aber nachdem nun in wenigen Wochen die Infektionszahlen erfreulich gesunken sind, gab es grünes Licht für den Zeltaufbau. Was bedeutet, dass am 28. Juni viel Muskelkraft und Können im Park am alten Bahndamm zum Zug kommt beim Aufstellen des „Opera-Tent“.

So steht im Juli diversen Veranstaltungen, deren Planung coronabedingt in der Schublade gelandet waren, nichts mehr im Weg. „Wer hätte das gedacht, und es besteht auch keine Testpflicht mehr“, freute sich Bürgermeister Jürgen Stempfle. Als „auf jeden Fall vertret- und verantwortbar“ befand Otto Betz das Zelt. Er sah es zudem als „Zeichen der Zuversicht“. Dr. Peter Högerle nickte: „Es geht in Richtung Normalisierung.“ Und er sandte ein Kompliment an die Verwaltung dazu, dass das Sommerprogramm bereits vorbereitet ist. Unter anderem vorgesehen sind ein Kunstmarkt im Park, ein Konzert des Gesangs- und Musikverein Böbingen, ein Böbinger Weintreff und Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle sowie ein Gewichtheber-Schaukampf. Noch offen sei, ob man das 50-jährige Bestehen der Gemeindepartnerschaft mit dem französischen Custines feiern werde, berichtete der Bürgermeister. Aber Fakt ist nun, dass in diesem Sommer auf jeden Fall wieder Veranstaltungsleben in den Park einziehen wird. „Natürlich unter Einhaltung der Corona-Auflagen“, betonte Stempfle. Manfred Gold bemerkte, dass es im Mai richtig gewesen sei, angesichts einer Inzidenz von 200 nicht aufzubauen. Doch nun habe man aktuell eine Inzidenz von 18,5. „Das sind Welten“, kommentierte er. Peter Bulling erkundigte sich nach den Kosten des Aufbaus. „Das sind ein paar hundert Euro, ich kann es nicht genau sagen“, antwortete Stempfle.

Neue Spielgeräte

„Da will man wieder Kind sein“, stellte Otto Betz angesichts der Spielgeräte für den Pausenhof und die Kinderbetreuungseinrichtung am Bildungszentrum „Am Römerkastell“ fest. Gemeint war das Spielmobiliar, das Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera in der Sitzung erläuterte. Für ihre Planung gab es Lob seitens des Gremiums. Gut 50 000 Euro werden so im Schulbereich auf dem Pausenhof etwa in Bolzplatztore, eine Rutsche im Hangbereich, ein Sechseck-Klettergerät oder auch ein Trampolin investiert. Zudem gibt’s für die Kleinkindbetreuung ein Vogelnest, einen Sandkasten mit Beschattung, eine Funktionswand für die Motorik und ein Spielschiff sowie unter anderem einen Wasserspielbereich mit Installationen. Die Diskussion zum Holz zeigte deutlich, dass man Robinie oder Douglasie statt Konstruktionsholz bei der jeweiligen Ausfertigung bevorzugt. Auch wenn dies zwischen zwölf und 15 Prozent günstiger wäre. Anja Nagel und Wolfgang Schmid erkundigten sich außerdem, ob die beiden beliebten Tischtennisplatten auf dem Pausenhof bleiben. Hierzu erklärte Bombera, dass dies das Ansinnen sei. Zumindest eine Platte könne man integrieren.

Kritik an Kontrollen

In der Einwohnerfragestunde wurden die Kontrollen in der Schulstraße kritisiert. So gebe es immer wieder Knöllchen für Anlieger. Dagegen habe man das Gefühl, dass bei Veranstaltungen, „wenn alles zugeparkt ist“, die Kontrolle fehle. Etwa bei den kürzlichen Gottesdiensten im Freien. Bürgermeister Stempfle gab der Einwohnerin recht und versprach, sich um ein Parkkonzept zu kümmern. Man will sich nun vor Ort treffen. „Parkplätze sind für die Schule und diverse andere Nutzungen wichtig“, bekräftigte die Bürgerin. „Es ist momentan eine nicht zufriedenstellende Situation.“ Anja Jantschik

Zurück zur Übersicht: Böbingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL