Kunsthandwerkermarkt in Böbingen lockt mit seiner Vielfalt

+
Kunsthandwerkermarkt in Böbingen
  • schließen

Keramik, Genähtes, Gemaltes und Unikate aus Filz und Stoff. Der Kunsthandwerkermarkt in Böbingen lockt mit seiner Vielfalt und fast 30 Aussteller viele Besucher an.

Böbingen. Der Böbinger Kunstmarkt im Park am alten Bahndamm war offiziell noch nicht eröffnet, einige Aussteller waren noch mit Dekorationsarbeiten beschäftigt, da kamen schon die ersten Besucher.

Die Auswahl der kunsthandwerklich produzierten Ausstellungsstücke ließ kaum Wünsche offen. Knapp 30 Aussteller schmückten mit ihren Produkten, von Keramik über Genähtes und Gemaltes bis hin zu Unikaten aus Filz und Stoff, Schmückendes und Hölzernes den Park.

Aussteller Ralf Müller gesteht, er habe einen „Spleen“ für Gugelhupfkuchenformen, die gab es bei ihm in allen Größen, aus Beton gegossen und so, dass sie eine Vielzahl an Dekorationsmöglichkeiten zulassen. Seine Abgüsse von Rhabarberblättern können als Vogeltränken dienen. Seine hübschen Arbeiten bezeichnet der Gschwender als „Produkte, die eigentlich keiner braucht, die aber Balsam für die Seele sind“. Für den Markt in Böbingen spricht Müller ein Kompliment aus, dies sei ein „richtiger Kunsthandwerkermarkt“, der nicht von kommerziellen Händlern geprägt sei.

Andrea Brenners Badenixen zogen die Blicke auf sich, die hübschen tönernen Figuren „im Mollig-Style“ zeugten von beachtlicher Detailverliebtheit, gekleidet in Badeanzüge der 60er-Jahre mit Badehauben und Sonnenbrillen können die hübschen Ladys als etwas anderes Accessoire für den Garten dienen. Bei Kerstins Blumenladen gab‘s den Beweis, Floristik ist mehr als nur Blumenbinden. Die mit großer Kreativität hergestellten floristischen Kunstwerke lockten die Besucher an. Duftige Traumfänger warteten neben rustikal verpackten Sukkulenten und dezent mit Perlen und Trockenblüten verzierte luftige Gartenlampions auf neue Besitzer, jedes einzelne Teil stammt aus dem Blumenatelier von Kerstins Blumenladen, bekräftigt Tochter Viola. Goldschmiedin Sibylle Strubl-Schwegler ist immer auf der Suche nach ausgefallenen schönen Dekorationsmöglichkeiten für ihr Heubacher Geschäft, bei Kerstins Blumenladen wurde sie fündig.

Die Goldschmiedin legt viel Wert auf handwerklich Gefertigtes, verrät sie. Für Böbingen hatte sie nur Unikate dabei, die aus wechselnden Stilrichtungen und Materialien gefertigt seien.

Schon einmal die Hände mit einem Männertorso oder einem Totenkopf gewaschen? Bei Nicoles Naturseifen-Manufaktur gab es handgesiedete Naturseifen in nahezu allen nur denkbaren Formen. Dass Tanja Kluge mit ihren außergewöhnlichen tönernen Dekoartikeln wieder da war, freute ein Ehepaar aus Zimmerbach sehr, hier fand man den Ersatz für einen Gartenstecker, der exakt die gewünschte Farbe hatte. Witzige Keramikfrösche grüßten vom Ausleger des großen Zelts die Vorbeigehenden. Die witzigen Keramikkerlchen entstanden ebenso wie die „aufgeregten“ Kugelfische im Atelier der Künstlerin Birgit Labor.

Selbstverständlich hatte Maria Mühlberger ihre Strickkiste dabei, die Leinzellerin erfüllt seit über 30 Jahren die Träume aller Puppenmamas. In allen Größen und Designs lagen und hingen hier am Stand Kleidungsstücke für Puppen aller Größen.

Alles handgewebt

Beschäftigung hatte auch Gertrud Haug dabei. An ihrem Webrahmen erbrachte sie den Beweis „alles handgewebt“, ihre Schals, Ponchos und Jacken zogen die Blicke auf sich.

Kulinarisch versorgte an beiden Tagen die Klasse 6b des Rosensteingymnasiums Heubach die Besucher mit Kuchen und Kaffee. Mit dem Kuchenverkauf soll die Klassenkasse gefüllt werden.

Kunsthandwerkermarkt in Böbingen
Kunsthandwerkermarkt in Böbingen

Zurück zur Übersicht: Böbingen

Kommentare