Mehr Platz für die Feuerwehr

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Auf los geht's los: Am Mittwoch erfolgte der Spatenstich für die Erweiterung des Böbinger Feuerwehrhauses. Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Jürgen Stempfle, (3.v.r,), die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats, Architekt Matthias Schmid (r.) und die Spitze der Feuerwehr um Kommandant Dominik Ebert (l.),

Rund 430 000 Euro investiert die Gemeinde Böbingen in die Erweiterung des Feuerwehrhauses. Was geplant ist und wann alles fertig sein soll.

Böbingen

Bereits nach den Sommerferien soll sich die weitere Fahrzeugbox ans Feuerwehrhaus anschmiegen. "Wir wollen vorbereitet sein", sagt Böbingens Bürgermeister Jürgen Stempfle mit Blick auf einen möglichen B-29-Tunnel, der auch die Feuerwehr am Ort vor neue Aufgaben stellen würde. Denn "dann gibt's ein Sondereinsatzfahrzeug". Doch dieses brauche Platz – und der ist aktuell im Feuerwehrhaus nicht vorhanden. Dies habe sich bereits bei der Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplan 2017 gezeigt, sagt Feuerwehrkommandant Dominik Ebert.

Momentan finden sich in den drei Fahrzeugboxen ein Hilflöschfahrzeug (HLF 10) sowie ein Tanklöschfahrzeug (TLF8/18). Hinzu kommt ein Löschfahrzeug (LF 8/6), das sich eine Box mit dem Mannschaftstransportwagen der Böbinger Feuerwehr teilen muss.

Eine vierte Fahrzeugbox

Die vierte Box, die nun an das Feuerwehrhaus angebaut wird, wird die Platzkapazität erhöhen. Mit einer Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter ist sie auch gut präpariert für ein künftiges Ersatzfahrzeug des TLF, das aus dem Jahr 1982 stammt. Denn die neuen Einsatzfahrzeuge sind mittlerweile höher als die bisherigen. Und "deutlich länger", wie der Kommandant beschreibt. Zudem wird die vierte Fahrzeugbox den Einsatzkräften auch mehr Lagerkapazität bieten.

Stempfle informierte beim offiziellen Spatenstich darüber, dass rund 430 000 Euro in die Erweiterung investiert werden. Hierfür gibt's einen 45 000-Euro-Zuschuss vom Land aus dem Topf fürs Feuerwehrwesen.

Ein nicht ganz alltägliches Baufahrzeug zeigte sich am Mittwoch auf der Baustelle. Hierbei handelte es sich um einen überdimensionalen Hammer, die die insgesamt neun Gußpfähle rund zwölf Meter tief in den Untergrund rammen wird, wie Architekt Matthias Schmid erklärt. So wird eine Pfahlgründung erstellt, auf der die neue Fahrzeugbox in klassischer Betonbauweise erstellt wird. Der Bauleiter der Firma Hermann Fuchs aus Ellwangen, Marco Hahn, zeichnet für die Arbeiten verantwortlich.

Doch bevor der Spatenstich vollzogen werden konnte, musste sich Architekt Schmid aus Heubach zuerst um die Geschichte des Untergrunds kümmern. Denn es galt abzuklären, ob womöglich in der Erde noch eine abgeworfene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg schlummern könnte. "Es wurde auf Kampfmittelfreiheit" getestet", erklärt Schmid. Zum Glück zeigten die gründlichen Recherchen, dass es in diesem Bereich keine Bombenabwürfe gab. Zudem galt es noch, die Lage des Abwassersammelkanals im Untergrund genauer zu untersuchen.

Nachdem dies nun alles geklärt sei, könne mit den Entwässerungsarbeiten gestartet und die Pfahlgründung vollzogen werden, so der Architekt Schmid.

Zufriedene Gesichter

Bis nach den Sommerferien 2021 sollen die Arbeiten beendet sein, klärte Stempfle auf. Die Gemeinde kann die Investition ohne Darlehen finanzieren. 2021 investiert Böbingen insgesamt sechs Millionen Euro in Vorhaben, wie Stempfle erklärt.

Beim offiziellen Baustart am Mittwoch griffen auch die Fraktionssprecher des Gemeinderats, Dr. Peter Högerle, Otto Betz und Manfred Gold zum Spaten. Zufriedene Gesichter gab's bei Feuerwehrkommandant Dominik Ebert und seinen beiden Stellvertretern Björn Gold und Roman Waldenmaier. "Jetzt können wir die Früchte unserer Bemühungen ernten", stellte der Kommandant mit Blick auf die umfassende und zeitraubende Arbeit zur Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans fest. Das Ende der mangelnden Raumkapazität des Feuerwehrgerätehauses ist nun in greifbare Nähe gerückt.

Die Böbinger Feuerwehr beweist mit aktuell 72 aktiven Einsatzkräften rund um Kommandant Dominik Ebert sowie neun Mitglieder der Jugendfeuerwehr, 15 Angehörigen in der Kinderfeuerwehr und einer 20-köpfigen Altersabteilung eine große Schlagkraft. Die wird auch gebraucht bei durchschnittlich 20 Einsätzen im Jahr.

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