Neuer Böbinger Kindergarten soll an den Start gehen

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Gemeinderat Böbingen beschäftigt sich kommenden Montag mit neuem Kindergarten und der Kindertagespflege.

Böbingen. Nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit rechnet die Gemeinde Böbingen damit, dass ab dem neuen Kindergartenjahr die neue Kinderbetreuungseinrichtung im Bildungszentrum am Römerkastell einschließlich der Außenanlagen fertiggestellt ist. Das geht aus der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat am Montag, 7. März, hervor.

Keine Durchmischung

Nach den Anmeldungen sei klar, dass die bestehenden Kindergärten, der Oberlin Kindergarten sowie St. Maria, im Laufe des Kindergartenjahres voll belegt seien. Seit mehreren Jahren gebe es in Böbingen zudem das Angebot der Kindertagespflege durch den Verein „Pate“. Mehrere Kinder, die derzeit in der Kindertagespflege betreut werden, sollen im Laufe des nächsten Kindergartenjahres (zwischen Oktober und Juni) in den Oberlin Kindergarten oder in den Kindergarten St. Maria wechseln. „Für diese Kinder sollte das Angebot der Kindertagespflege aufrechterhalten werden, da es keinen Sinn macht, von der Tagespflege in die neue Einrichtung zu wechseln, um dann kurze Zeit später im Oberlin Kindergarten bzw. im Kindergarten St. Maria zu starten“, schreibt die Verwaltung. Daher solle nach dem Wunsch der Verwaltung mindestens für ein Jahr das Angebot einer Kindertagespflegegruppe erhalten bleiben. Nach den Vorgaben des Kommunalverbands für Jugend und Familie (KVJS), der Behörde, die die den Betrieb von Kindergärten genehmigt, dürften im neuen Kindergarten aber Kinder nur von einem Träger betreut werden und es dürfe keine Durchmischung zwischen Kindergarten und Kindertagespflege geben. Eine Kindertagespflegegruppe könne daher in der neuen Einrichtung nicht eingebunden werden. Eine geeignete Wohnung für die Kindertagespflege könnte laut Verwaltung in der Heubacher Straße angemietet werden (warm: 560 Euro zuzüglich Strom und Wasser). Die Wohnung müsste mit der notwendigen Möblierung ausgestattet werden. Damit stünden für Zuzüge noch freie Kindergartenplätze zur Verfügung und die Verwaltung könnte die Betreuungssituation im Laufe des Kindergartenjahres neu bewerten, heißt es in der Vorlage. Darüber muss der Gemeinderat am Montag befinden.

Für den Betrieb eines neuen Kindergartens müsse von der Gemeinde künftig mehr Geld in den Haushalt eingestellt werden. Der zu finanzierende Gesamtfehlbetrag für die Kindergärten St. Maria und Oberlin betrug in den Jahren 2020 627 200 Euro und für 2021 645 000 Euro. Die wesentlichen Kostenfaktoren seien die Personalkosten. 

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