Neuer Wohnraum in Böbingens Norden geplant

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Technischer Ausschuss macht sich ein Bild von „Weidle Ost“ und den speziellen Herausforderungen.

Böbingen. Die Mitglieder des Technischen Ausschuss des Böbinger Gemeinderats besichtigten am Mittwoch den Geltungsbereich für das geplante Baugebiet „Weidle Ost“.

Grob gesagt, befindet sich das etwa 0,7 Hektar große Gebiet im Norden Böbingens, entlang des Rechbergwegs und größtenteils nördlich des Gratwohlwegs. Auch die Wiese südlich des Gratwohlwegs, wo aktuell ein Bolzplatz ist, gehört teilweise dazu. Der Gemeinderat habe vor rund einem Jahr den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet gefasst, erläuterte Bürgermeister Jürgen Stempfle. Das sei eine „Absichtserklärung“, dass das Areal mit Wohnbebauung bebaut werden soll.

Derzeit sei das beauftragte Ingenieurbüro dabei, die Entwurfsplanung zu machen. Danach geht das offizielle Bebauungsplanverfahren in die Öffentlichkeit, bei der auch die Anlieger zwei Mal die Gelegenheit bekommen, sich zu beteiligen und Einwände zu äußern.

Passt's in die Umgebung?

„Mir ist es wichtig, dass sich die Gemeinderäte frühzeitig ein umfassendes Bild von dem Gelände machen“, betonte Bürgermeister Jürgen Stempfle und forderte die Ausschussmitglieder auf, sich auch die umgebende Bebauung genau anzuschauen. Schließlich wolle man in dem neuen Baugebiet „nichts völlig Anderes“, sondern die neuen Gebäuden sollten sich in die Umgebung einfügen. Gemeinderat Otto Betz erkundigte sich, ob es möglich sei, bei der Bebauung bestimmte Bauweisen, etwa in Holz, vorzuschreiben. Das sei grundsätzlich machbar, meinte Stempfle. Letztlich könne der Gemeinderat dies festlegen. Genauso wie auch Vorgaben bei den Energie-Standards. „Diese Botschaft der Fraktionssprecher ist angekommen“, betonte er.

Eine planerische Herausforderung für das Gebiet sei eine landwirtschaftliche Hofstelle am Gratwohlweg. Bei dieser werde derzeit zwar keine Tierhaltung betrieben. Allerdings habe die Tierhaltung Bestandsschutz, so dass der Eigentümer an dieser Stelle ein Recht habe auf etwaige Emissionen durch Tierhaltung. Hier müsse man ein Gutachten abwarten, um zu klären, wie weit die Bebauung an dieser Stelle dann Abstand halten müsse, so Stempfle.

Auf Bedenken eingehen

Auch ein Anlieger war bei dem öffentlichen Vor-Ort-Termin dabei. Er äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Lärmemissionen, sowohl von der Hofstelle als auch vom benachbarten Spielplatz.

Zudem erinnerte er an die jüngst vom Böbinger Gemeinderat auf den Weg gebrachte Bebauung „Sommerain-West“. Zwar sei in dem Fall „hier und da auf die Bedenken der Anwohner eingegangen“ worden. Auf positive Resonanz stoße das Neubauprojekt deswegen aber nicht. Ähnliches sei wohl hier zu auch erwarten. Bürgermeister Stempfle betonte: „Wir nehmen die Bedenken der Anlieger auf.“ David Wagner

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