Neues Dach für die B-29-Tankstelle

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Ein höheres Dach und neue Tanksäulen sind die größten Brocken beim Umbau der Tankstelle an der B 29 in Böbingen. Der Shop wurde nach Angaben des Betreibers bereits modernisiert und erweitert.
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Was derzeit an der Tankstelle in Böbingen umgebaut wird und was das Regierungspräsidium auf die Frage antwortet, ob die Tanke vom vierspurigen Ausbau der B 29 unberührt bleibt.

Böbingen

Zeigt die Tanknadel auf leer, sollte man derzeit eher nicht auf der B 29 bei Böbingen unterwegs sein. Die Esso-Tankstelle direkt an der Bundesstraße ist nämlich gesperrt. Grund sind größere Umbauarbeiten, wie Betreiber Holger Schulz auf Nachfrage mitteilt. Er habe die Station am 1. August vergangenen Jahres übernommen. Zunächst habe er als ersten Schritt den Shop erweitern und modernisieren lassen. „Wir haben jetzt einen Shop mit knapp 85 Quadratmetern“, berichtet Schulz. „Drinnen sind wir also schon soweit, wie wir sein wollen.“

Nun gehe es seit Mitte Februar an den Außenbereich. Größter Brocken dabei sei ein höheres Dach. Denn bislang konnten die großen Sattelzüge wegen ihrer Höhe nicht in die Tankstelle einfahren, was an dem beschädigten alten Dach auch lange sichtbar gewesen sei. Darüber hinaus bekomme die Tankstelle neue Säulen, sogenannte Multiplex-Säulen, das bedeute, Tankende können von beiden Seiten aus jeden Kraftstoff tanken, wie Schulz erläutert. „Ein großer Vorteil für uns ist auch, weil das noch nicht viele Stationen haben, wir bekommen eine 'Ad-Blue-Säule', also mit dem Zusatzstoff für neuere Diesel-Fahrzeuge, um CO2 zu reduzieren.“

Kann die Tankstelle bleiben?

Zudem werden im Außenbereich der Station die Tanks gerichtet und erhalten neue Fahrbahnplatten oben drauf. Wann ist die Tankstelle für Verkehrsteilnehmer wieder anfahrbar? Die Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein, sagt Schulz, so dass der Betrieb ab 1. April wieder starten kann. „Das kann sich aber natürlich noch um zwei, drei Tage verschieben“, so der Betreiber.

Die Tankstelle liegt direkt an der B 29. Da ist erstmal vorteilhaft. Allerdings soll die Bundesstraße im Bereich Böbingen vierspurig ausgebaut werden. Was passiert dann mit der Tanke? Holger Schulz geht aktuell davon aus, dass die Station von den Tunnelarbeiten unberührt bleibe. Er verweist darauf, dass beispielsweise auch die Esso-Tankstelle in Essingen nach dem Ausbau zwar keinen direkten Zuspruch von der Bundesstraße mehr habe, aber an ihrem jetzigen Standort bleibe. Ohnehin lasse der Ausbau in Böbingen wohl noch mindestens zwölf Jahre auf sich warten, die jetzige Investition lohne sich also auf jeden Fall.

Die Gmünder Tagespost hat beim Regierungspräsidium nachgefragt: Wie sieht der aktuelle Planungsstand in dieser Hinsicht aus, bleibt die Tankstelle vom Ausbau unberührt? Laut den Plänen, die auch im Herbst 2019 öffentlich vorgestellt wurden, liege der Vorplatz der Tankstelle mit den Zapfsäulen im Baufeld des Tunnels, heißt es von der Pressestelle des RPs. Das Tankstellengebäude selbst liege außerhalb des Baufelds.

Wie sieht der Zeitplan für den Ausbau aus und wann ist frühestens Baustart? Aktuell werde der Vorentwurf erarbeitet. Der „Gesehenvermerk“ werde für Sommer 2024 angestrebt. Anschließend erfolgten Genehmigungsplanung und Planfeststellungsverfahren. Derzeit sei das Ziel, diesen Ende 2026 zu erlangen. Nach der Planfeststellung erfolge die Ausführungsplanung, anschließend starte der Bau. „In der aktuellen Planungsphase könnten dazu noch keine konkreten Aussagen getroffen werden“, heißt es vom RP.

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