Schule am Römerkastell ist digital ausgestattet

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Trotz der digitalen Ausstattung der Schule am Römerkastell soll der analoge Unterricht nicht ersetzt werden.
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Statt Tageslichtprojektoren gibt's in Böbinger Klassenzimmern nun Beamer und iPads.

Böbingen. Leb' wohl Tageslichtprojektor! Hallo Beamer, Laptop, iPad & Co. Die Schule am Römerkastell in Böbingen ist für digitalen Unterricht gerüstet. Dabei kommt die Ausstattung nicht nur in den Klassenzimmern zum Einsatz. Auch beim Fernlernen war die Technik von Vorteil.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a üben in Zweiergruppen auf dem Gang Präsentationen über verschiedene Länder. Soweit, so analog. Doch die Infos kommen nicht aus dem Buch – recherchiert wurde im Computerraum. "Wir wollen den Kindern beibringen, sich im Internet zu bewegen", sagt Schulleiter Achim Falkenberg. Neben der Recherche sollen die Kinder so auch den Umgang mit Officeprogrammen wie Word und Powerpoint lernen. Auch im Klassenzimmer lernen die Kinder digital. Während Lehrerin Jasmin Wieder den Beamer startet, warten die Kinder schon ungeduldig, dass es los geht. "Ich will jetzt arbeiten", sagt einer der Jungs zu seinem Nebensitzer, als die beiden die Funktionen eines der neuen iPads unter die Lupe nehmen.

Was halten die Lehrer vom digitalisierten Unterricht? "Ganz toll. Wirklich", sagt Wieder. Unter anderem ist sie mit einer Dokumentenkamera ausgestattet. Mit ihr kann sie zum Beispiel Arbeitsblätter vom Lehrerpult über den Beamer an die Wand projizieren. Das erleichtere das Arbeiten, da die Schüler nun ihr Arbeitsblatt eins zu eins an der Wand sehen können. Doch auch an anderen Stellen komme die Technik zum Einsatz. "Gerade in Mathe kann man grafisch viel machen", erklärt Falkenberg. Zirkel, verschiedene Farben, Lineal und Geodreieck – alles lasse sich virtuell bei den Apps anwenden. Trotzdem: "Digitales Lernen ersetzt keinesfalls das analoge Lernen", sagt der Schulleiter. 20 iPads habe die Schule am Römerkastell momentan. Zehn weitere für die Schüler sowie acht für die Lehrer seien bestellt. Hinzu kommen 16 Laptops, "die sich die Kinder ausleihen dürfen, wenn sie zu Hause kein Endgerät haben", sagt Falkenberg. Setzte man bei jüngeren Schülern in Sachen Fernlernen auf Lernpakete zum Abholen, lief bei den älteren vieles digital. Aufgaben und Inhalte wurden online bereitgestellt, konnten heruntergeladen und ausgedruckt werden. Hinzu kamen Videobotschaften und Erklärvideos der Lehrer und des Schulleiters. "Man hat genau gesehen, was an jedem Tag zu machen war", lobt Bürgermeister Jürgen Stempfle, dessen Sohn die Schule besucht, "das liegt aber auch am Schulleiter".

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