Schulhof wird Großbaustelle

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Hinter dem ehemaligen Grundschulgebäude, in dem bald der Kindergarten sein wird, hat die Firma Beyer schon losgelegt. Hier entstehen untter anderem ein Sandkasten und eine Vogelnestschaukel. Danach geht's im Schulhof weiter.
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Nach dem Umbau der ehemaligen Werkrealschule ist das Außengelände dran. Was die Gemeinde und die Landschaftsarchitektin in Böbingen planen.

Böbingen

An Tagen wie diesem ist es gut, dass es auch einen Bereich mit Dach gibt, meint Sigrid Bombera. Die Landschaftsarchitektin steht mit Böbingens Bürgermeister Jürgen Stempfle, Rektor Achim Falkenberg und Thomas Beyer von der gleichnamigen Baufirma im Hof der Schule am Römerkastell. Auf das Dach prasselt ein heftiger Juli-Regen. Eine gute Gelegenheit, auf dem Plan zu zeigen, was sich verändert auf dem Schulhof. So ziemlich alles, meint Jürgen Stempfle: „Das wird hier schon eine Großbaustelle die nächsten Monate.“ Sigrid Bombera bestätigt: Insgesamt gilt es, 3000 Quadratmeter im Auge zu behalten. „Das ist schon eine Hausnummer.“

Die Ausgangslage:

Die Werkrealschule ist seit ein paar Jahren passé, im Schulgebäude ist „nur“ noch eine Grundschule. In den Teil der alten Grundschule kommt Kinderbetreuung, zunächst ab September Kindertagespflege, später zwei bis drei Kindergartengruppen. Die Gesamtkosten für den Umbau betragen rund vier Millionen Euro. Für die Umgestaltung des Schulhofs sind rund 0,75 Millionen Euro veranschlagt.

Hinterm Gebäude

Hier laufen die Arbeiten seit einigen Tagen. Wie Sigrid Bombera berichtet, legt die Firma Beyer aus Zimmern hier für die ganz kleinen Kinder einen Sandkasten an, das Fundament für einen Geräteschuppen steht schon. Geplant ist auch eine Vogelnestschaukel. Außerdem wichtig: die Abgrenzung zum benachbarten Wohnhaus. Hier soll eine Mauer einerseits als Sichtschutz dienen, andererseits durch die Anbringung von Spielgeräten, etwa einem Steuerrad oder Kugeln, die Kinder zur Bewegung einladen. Die Bewohner des Hauses bekommen ein Überfahrtsrecht, die Grundstücke sind mit Toren gesichert. Den Hang sollen Quader aus Muschelkalk stützen.

Vor dem Kindergarten

Vor allem, weil die Feuerwehr eine Zufahrt braucht, muss das bunte, vom Künstler Joerg Schulze gestaltete Kombigerät abgebaut werden. Dafür gibt's vor dem Kita-Gebäude jede Menge neuer Spielgeräte, vom Spielschiff und einer Wasserspielanlage bis zu Balancierbalken. Ein großer Teil des Geländes bekommt eine Rasenfläche und wird bepflanzt, auf rund 200 Quadratmetern Hartplatz gibt's dazu Gelegenheit etwa zum Bobbycar-Fahren.

Vor der Schule

Den Hof der Kita und den Schulhof der Grundschule sollen ein Zaun und eine Hecke trennen. Auch für die Schüler sind im Hof neue Geräte geplant, ein Trampolin, Kletterwände, zwei Plätze für Fußball und Völkerball, ein Basketballfeld und Tischtennisplatten, eine weitere Rutsche. Der Platz für die Schülerinnen und Schüler wird im Vergleich zu früher zwar kleiner, meint Bürgermeister Stempfle. Allerdings sei ja auch die Zahl der Schüler deutlich gesunken und, wenn man die benachbarten Sportanlagen auch noch bedenke, gebe es mehr als genug Platz.

Der Zeitplan

Ursprünglich sollte das Ganze Ende des Jahres fertig sein. Weil es auch auf der Böbinger Baustelle Lieferschwierigkeiten bei Baumaterialien gebe, werde es aber wohl Frühjahr werden, meint Sigrid Bombera. Dann aber, ist Jürgen Stempfle überzeugt, habe sich die jahrelangen Sanierungs- und Umbauarbeiten in und um die Schule wirklich gelohnt: „Dann sind wir wieder auf dem neuesten Stand.“

Grob in drei Teile wird der Hof unterteil: Links die ganz kleinen Kinder, in der Mitte der Kindergarten, rechts der Schulhof der Grundschule. In jedem gibt's jede Menge neue Spielgeräte. Quelle: Sigrid Bombera

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