Ukraine: Wo kommen die Kinder in Böbingen unter?

+
Auch in Böbingen ist noch offen, wie und wo die Kinder aus der Ukraine zur Schule und in den Kindergarten gehen können.
  • schließen

Bürgermeister Jürgen Stempfle informiert das Böbinger Gremium über den aktuellen Stand bei den Geflüchteten. Weitere Themen: Tagespflege und Feuerwehr.

Böbingen. Bürgermeister Jürgen Stempfle informierte den Gemeinderat am Montag, dass derzeit 75 Geflüchtete aus der Ukraine in Böbingen seien. Auf die bisherigen Presseberichte hätten sich viele Firmen gemeldet, die den vor allem den wenigen Männern eine Arbeit anbieten könnten. Stempfle sagte, die Verwaltung wolle dafür sorgen, dass die sportlichen und kulturellen Angebote in der Gemeinde zusammengetragen und ins Ukrainische übersetzt würden. „Wir tun alles, um diese Menschen zu versorgen, unterzubringen und zu integrieren“, betonte er.

Gemeinderat Dr. Peter Högerle dankte der Verwaltung für ihr diesbezügliches Engagement. „Das ist ein ganz wichtiger Beitrag“, so Högerle. Allerdings sei die Frage, inwieweit die Kinder in Schule und Kindergarten unterkommen, noch ungeklärt. Der Gesetzgeber lasse die Kommunen hier derzeit „in der Luft hängen“, meinte Stempfle. Das Thema müsse aber angegangen und abgestimmt werden. Immerhin: Die Freikirche habe ukrainischsprachige Lehrkräfte organisieren können, berichtete der Bürgermeister.

Elterninfo Kinderbetreuung

Die neue Tagespflegegruppe „TIGER“ soll in Zusammenarbeit mit dem Verein Pate in einem Gebäude in der Heubacher Straße 15 unterkommen. Das Gebäude sei gut geeignet, man müsse nur sehr wenig umbauen, so dass es funktioniere, so Stempfle. Um generell zu zeigen, welche Betreuungs- und Tagespflegemöglichkeiten es in Böbingen gebe, plane die Gemeinde eine Elterninfoveranstaltung am Montag, 4. April, um 18.30 Uhr.

Der Gemeinderat beschloss, ein neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr zu ordern. Stempfle bezifferte die Kosten auf 450 000 Euro, davon seien 90 000 Euro durch Fördergelder abgedeckt, den Rest müsse die Gemeinde aus Eigenmitteln schultern. Die Ausschreibung müsse europaweit erfolgen. Die Vergabesitzung sei für 30. Mai geplant. Danach dauere es bis zu zwei Jahre, bis das Fahrzeug schließlich da sei. Die Mittel müssten also im Jahr 2024 eingestellt werden, so Stempfle. 

Zurück zur Übersicht: Böbingen

Kommentare