Zwei Küchen und ein Spielschiff

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Böbingens Bürgermeister Jürgen Stempfle auf dem Pausenhof. Dessen Umgestaltung kostet rund 265 000 Euro.
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Was derzeit rund um die Schule in Böbingen gemacht wird, was die Landschaftsarchitektin im Außenbereich vorhat und wie die Zeit- und Kostenpläne aussehen.

Böbingen

Sommerferien. Ganz ruhig ist es rund um die Schule in Böbingen aber nicht: Hier und da sind Handwerker zugange, das Dach des Grundschulgebäudes ist abgedeckt und im Flur des Kellers der alten Werkrealschule sind die Leitungen in der Decke zu sehen. Ganz klar: Hier ist eine Baustelle.

Nach dem Wegfall der Werkrealschule 2019 brauchte es ein neues Konzept, erläutert Bürgermeister Jürgen Stempfle. Die Grundschule wird in den ehemaligen Räumen der Werkrealschule angesiedelt und die ehemaligen Grundschulräume werden zur Kindertagesstätte umgebaut, mit den erforderlichen Freianlagen für die Altersgruppen U3 und Ü3 für maximal 60 Kinder.

Aktuell werden die Kellerräume der alten Werkrealschule zur Mensa umgebaut. "Hier stehen wir sozusagen in der Küche", sagt Stempfle. Die Mensa ist voraussichtlich Ende Oktober fertig. Von der Schulstraße her ist sie nach der Fertigstellung barrierefrei zu erreichen. In der Decke des Untergeschosses gab es Überraschungen: Um den Brandschutz zu gewährleisten, waren hier aufwendige, zusätzliche Arbeiten notwendig. Mehrkosten: rund 40 000 Euro. Insgesamt betragen die Umbaukosten an der Schule rund 3,75 Millionen Euro.

Das Grundschulgebäude, das zur Kita wird, bekommt ebenfalls eine Küche. Größtenteils werde das Essen angeliefert, es sei aber durchaus Teil des pädagogischen Konzepts, dass die Kleinen auch mal helfen, etwas zuzubereiten, so Stempfle. Barrierefrei wird das Gebäude durch einen neu eingebauten Aufzug.

Im westlichen Teil des Außenbereichs soll eine Abgrenzung zum Nachbargrundstück mit Spielmöglichkeiten und Grünbereichen entstehen. Zudem sind ein Sandspielbereich, eine Vogelnestschaukel sowie eine Gerätehütte und Sonnenschutzvorkehrungen geplant. Östlich liegt der Zugang zur künftigen Kinderbetreuungseinrichtung. Dieser wird über eine Treppe mit Rampe erreicht. Zwei Sportplätze auf dem Pausenhof sollen Möglichkeit geben für Fußball, Badminton oder Völkerball. Außerdem geplant: Ein Spielgerät in Form eines Schiffs, ein Balanciergeräte sowie ein Gartenbereich. Die Spielfläche soll durch Sträucher und Hecken gegliedert, der Hang mit Natursteinquadern befestigt werden. Beide Spielbereiche werden eingezäunt. Zusätzlich soll im Hang eine Rutsche eingebaut werden.

Unter anderem wegen der Feuerwehrzufahrt muss das von Künstler Jörg Schulze gestaltete Klettergerüst versetzt werden. Die Kosten für die gesamte Neugestaltung des Außenbereichs gibt Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera mit 265 500 Euro an. Geplant sei, dass der Hochbau in den Gebäuden bis Februar 2021 fertig ist, so dass nach dem Winter mit dem Tiefbau an den Außenanlagen losgelegt werden kann. Ab dem Kindergartenjahr 2021/22 soll das Ganze fertig sein.

Jede Menge Umgestaltungen sind rund um die Böbinger Schule geplant. Grafik: ca/Quelle: Bombera

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