Böbinger Skaterpark bekommt vier neue Elemente

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Die Fußgänger- und Radwegbrücke über die Rems wird nächstes Jahr erneuert.

Böbingen. Vor einer Woche war es bereits in der Gmünder Tagespost und in den sozialen Medien zu lesen: die B29 soll in Böbingen mit der Tunnelvariante und mit Mehrkosten in Höhe von 40 Millionen Euro weitergeplant werden. Die Sitzung des Gemeinderates am Montagabend nutzte Bürgermeister Jürgen Stempfle, um öffentlich allen Unterstützern Danke zu sagen: den Verantwortlichen in den Verkehrsministerien in Bund und Land und dem Aktionsbündnis B29 Tunnel mit Manfred Gold, Otto Betz, Dr. Peter Högerle und vielen Mitstreitern.

„Das Wichtigste war, dass die Bürger geschlossen hinter dem Projekt standen“, dankte der Schultes der ganzen Gemeinde. Dem pflichtete Gemeinderat Manfred Gold von den Freien Wählern bei: Die breite Unterstützung in der Gemeinde sei beispiellos. Er wies darauf hin, dass die Gesamtkosten in Höhe von 215 Millionen Euro den gesamten Abschnitt von Gmünd bis Mögglingen umfassen.

Risse am Gebäude

Weil bei der Einwohnerfragestunde keine weiteren Fragen gestellt wurden, ging es mit Top 2, Bildungszentrum Am Römerkastell, weiter. Am Instrumentenlager, das an den Pavillon angebaut ist, haben sich an der Nordseite Risse gebildet. Ein Statiker wurde hinzugezogen, der eine weitere Verschlechterung prognostizierte. Vermutlich ist das Fundament nicht tief genug, und der Baugrund, Tonstein, ist ausgetrocknet, wodurch der Boden locker und brüchig geworden ist.

Die Firma Uretek soll nun mit einem Injektionsverfahren das Fundament und den tragenden Boden sanieren, indem sie spezielle Harze in die lockeren Bodenschichten und in die Hohlräume spitzt. Das Verfahren werde deutschlandweit angewendet und habe sich bewährt, betonte Stempfle. Dem Angebot in Höhe von 23 621 Euro stimmte das Gremium einstimmig zu.

Der Umzug der Kindertagespflege in die neuen Räume steht kurz bevor, am Donnerstag sei Abnahme durch die Baukontrolleure, und am 1. Oktober ist der Umzug geplant, so Stempfle. Nun könnten die bald leer werdenden Räume im Schulgebäude saniert werden. An die Firma Barth wurden Malerarbeiten in Höhe von 13 250 Euro vergeben, an die Firma Reisser der Trockenbau und die Akustikdecken in Höhe von 20 867 Euro und an die Firma Leibbrand die Bodenbeläge in Höhe von 16 170 Euro.

Mit den Kindern und Jugendlichen ging es weiter, nun allerdings outdoor: Der Skaterpark, für Stempfle „einer der zentralen Treffpunkte für junge Menschen zwischen sechs und 21“, muss dringend erneuert werden. Nach 14 Jahren ist das Holz abgenutzt und morsch, und Schrauben stehen gefährlich hervor. Zusammen mit den Jugendlichen hat sich die Verwaltung nach neuen Modulen in deutlich langlebigerem Beton umgesehen. Weil es die Finanzen hergeben, appellierte der Bürgermeister, die Sache gleich in Angriff zu nehmen. „So können wir es nicht lassen.“ Günstigster Anbieter ist die Firma Populär aus Nürnberg; die vier bevorzugten Einzelelemente kommen auf rund 60065 Euro. Weitere 2000 müssen für die Montage aufgebracht werden. Das Gremium stimmte zu.

Nächster Tagesordnungspunkt war die Fußgänger- und Radwegbrücke über die Rems, die dringend erneuert werden muss. Mit dem Bau einer neuen Brücke soll die Firma Stahlbau Wendler aus Donzdorf beauftragt werden. Breite: vier Meter, sodass Radfahrer und Fußgänger gut aneinander vorbeikommen. Kosten: 110 251 Euro. Für 65 Prozent der Kosten seien Fördergelder bewilligt worden, freute sich Stempfle über einen Zuschuss, der die Erwartungen übertreffe. Im März oder April 2022 soll die Brücke in wenigen Tagen erneuert werden.

Weiter ging es mit dem Bürgerzentrum, das einige Farbmängel und Putzschäden aufweise. Weil man ein schönes Ortsbild und Vorbild für die Hauseigentümer sein wolle, machte sich Stempfle dafür stark, das gesamte Bürgerzentrum streichen zu lassen. Die Räte unterstützten dies mehrheitlich bei vier Gegenstimmen. Birgit Markert

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