Das Mögglinger Ehrenamt gibt Vollgas

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Die Mögglinger Vereine wollten nach der Corona-Pause zeigen, dass sie „noch leben“. Auch die Frauen und Männer der Feuerwehr und des DRKs bewiesen einmal mehr, was sie so draufhaben.
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Der erste „Tag der Mögglinger Vereine“ rund um die Mackilohalle wird am Sonntag zum begeisternden Publikumsmagnet. Was es alles zu entdecken gab.

Mögglingen

Es gibt nur ein Wort, mit dem der Gast den Mögglinger Tag der Vereine am Sonntag in und um die Mackilohalle beschreiben kann: genial. Warum? Weil es einfach nicht besser geht. Stimmung, Wetter, Angebot, Bühnenprogramm, Standpräsentationen, Bewirtung - die 24 Gruppierungen und Vereine der kleinsten Remstalgemeinde im Ostalbkreis gaben alles. Was in jeder Ecke wohltuend zu spüren war, war der Zusammenhalt, das „Wir-Gefühl“.

Alle in einem Boot

Cheforganisator Eberhard Bär erklärte in seiner Begrüßung die Intention der Veranstaltung, in dem er den einstigen Ministerpräsidenten zitierte: „We are all sitting in one Boat.“ Was damit meinte? Dass Corona das Vereinsleben über zwei Jahre auf Eis gelegt hat. Und alle spürten, dass da etwas sehr Wichtiges für eine Gemeinde verloren geht, wenn es kein Training, kein Treffen, keine Proben gibt: das soziale Miteinander. Alle Vereine, so beschrieb Bär, wurde plötzlich bewusst, „wie schwer man sich tat, alles am Leben zu erhalten“. Alle wollten zum „normalen“ Leben zurückkehren. Was sich in der Vereinsvorständesitzung im vergangenen Herbst herauskristallisierte.

Das Treffen wurde zur Geburtsstunde für die Veranstaltung am vergangenen Sonntag. Denn unter dem Motto: „Hurra, wir leben noch!“, plante man in Mögglingen seit November diese Veranstaltung. Schulter an Schulter, mit einem Organisationsteam, das sich sehr schnell gefunden hatte: Eberhard Bär, Dietmar Hegele, Klaus Vogt und Andreas Prokein.

Rückenwind gab es für das Quartett von allen 24 Gruppierungen und Vereinen sowie Organisationen, die sofort signalisierten, dass sie dabei sein werden. Jeder auf seine Art wollte die Stärken präsentieren, informieren. Wie das Vorhaben umgesetzt wurde, zollt allergrößten Respekt. Was sich auch bei den Grußworten zeigte. Egal, ob nun Bürgermeister Adrian Schlenker seinen Stolz über das ehrenamtliche Engagement nicht verhehlte. Oder Landrat Dr. Joachim Bläse, der klar machte: „Mir geht das Herz auf“, und Bundestagsabgeordnete Dr. Inge Gräßle (CDU), die den Tag der Vereine als „super Initiative“ und „Großartig“ beschrieb. Mit schelmischem Blick auf Cheforganisator Eberhard Bär stellte sie trocken fest: „In Mögglingen steppt der Bär!“

Wie recht sie behalten sollte, zeigte das Programm, das über den Tag viele Besucher anzog. Und das nicht nur aus Mögglingen. Mit Sicherheit nahm mancher Gast aus einer anderen Kommune diesen Tag der Vereine als Inspirationsquelle für den eigenen Ort: Schlüpft selbst in die Organisatorenrolle!

Eberhard Bär wünschte nach der Eröffnung: „Ich hoffe, dass ihr euch alle wohlfühlt.“ Und dies war den ganzen Tag über dann auch der Fall. Denn für jeden Geschmack, für jede Generation wurde etwas geboten. Hier eine Präsentation des Innenlebens eines Feuerwehr- oder DRK-Einsatzfahrzeugs im Außenbereich, da Musik, Tanz und Gesang auf der Bühne in der Halle und dort Präsentations-Training unterschiedlicher Sportarten. Zusammen stemmte die Teilnehmerschar den Tag, zusammen wurde erklärt, gemacht, gezeigt, begeistert. Miteinander statt in Konkurrenz. Und so entstand ein großes Mosaikbild, geschaffen durch die vielen kleinen Steine, die jeder Verein, jede Gruppierung und jede Organisation in den Rahmen eingefügt hatte. „Nur vereint schaffen wir das“, hatte der Landrat in seiner Rede angesichts der Zeit nach Corona festgestellt. Die Mögglinger haben ihn beim Wort genommen.

Foto: Jan-Philipp Strobel
Foto: Jan-Philipp Strobel
Foto: Jan-Philipp Strobel
Natürlich am Start: die Remsgöckel.
Auch die ARGE Modellbau war vertreten.

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