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Den „schlimmsten Fall“ abwenden!

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David Wagner dav
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David Wagner zur Debatte ums Mögglinger Pflegeheim.

Jetzt muss ein Knopf dran. Es wird Zeit, die Diskussion um den Fortbestand des Mögglinger Pflegeheims zu beenden. Dabei gibt nämlich keiner der Beteiligten eine gute Figur ab. Heimaufsicht und Verwaltung machen sich gegenseitig Vorwürfe. Gemeinderäte sind verwirrt, wissen nicht, auf welche Aussagen sie sich jetzt verlassen sollen. Im schlimmsten Fall könnte das das Ende des Pflegeheims bedeuten. Das will niemand.

Auch wenn Wortmeldungen aus dem Publikum in einer Gemeinderatssitzung, außer in der Bürgerfragestunde, nicht vorgesehen sind, äußerten Ute Girrulat und Jutta Krauß, Heimaufsicht und Heimleiterin in Mögglingen, sich vor einer Woche sozusagen „ungefragt“ zur Zukunft des Mögglinger Pflegeheims. Das ist ungewöhnlich. Es zeigt, dass ihnen das Thema auf den Nägeln brennt. Sie sagen, Verwaltung und Gemeinderat agierten hier zu langsam. Bürgermeister Adrian Schlenker betont hingegen stets, an dem Thema dran zu sein und alle Unterlagen fristgerecht abzuliefern. Zudem, so Schlenker, seien manche Voraussetzungen für die Fristverlängerung erst „aus jüngeren Gesprächen“ hervorgegangen. Die Heimaufsicht hingegen betont, sie habe die Erfordernisse „nachweislich bereits mehrfach“ kommuniziert.

Von außen betrachtet, ist es kaum zu beurteilen, wer recht hat. Letztlich kommt es darauf auch nicht an. Denn alle Beteiligte haben ein gemeinsames Ziel: die Erhaltung des Mögglinger Pflegeheims. Das hat der Gemeinderat nun sogar in einem offiziellen Beschluss betont. Jetzt heißt es, Nägel mit Köpfen machen: Die Verwaltung muss die für den Anbau nötigen Grundstücksverhandlungen mit der benachbarten Kirche zum Abschluss bringen. Den Bauantrag stellen. Und schnellstmöglich die letzte von der Heimaufsicht gestellte Hausaufgabe erledigen: die einzelnen Baumaßnahmen des An- und Umbaus in einem detaillierten Zeitplan vorlegen. Dann gelingt die Fristverlängerung. Dann können die Johanniter das Pflegeheim weiter wirtschaftlich betreiben. Dann bleibt das Heim erhalten. Also: zusammenraufen für die Menschen, die auf die Pflege angewiesen sind!

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