Elisabethenverein Böbingen feiert 111. Geburtstag

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Pressebericht Jubiläum Elisabethenverein Böbingen e.V.

Am Sonntag, 24. Juli, gibt es im Park am alten Bahndamm ein großes Jubiläumsfest.

Böbingen. Am 29. Januar 1911 versammelten sich 100 Männer im Gasthaus Hirsch in Unterböbingen und gründeten den Elisabethenverein (Frauen durften damals nicht teilnehmen). Der Zweck des Vereins, so die erste Satzung, sei, den Mitgliedern in Krankheitsfällen unentgeltliche Pflege durch Barmherzige Schwestern angedeihen zu lassen sowie eine Kleinkinderschule und weiblicher Handarbeitsunterricht durch die Schwestern. Zum Vorstand wurde der jeweilige katholische Pfarrer und als Stellvertreter der Ortsvorsteher von Unterböbingen bestimmt.

Nun feiert der Elisabethenverein am Sonntag, 24. Juli, im Park am alten Bahndamm sein 111-jähriges Jubiläum. Für die Menschen in Böbingen sind seine vielfältigen Aktivitäten und Angebote ein nicht mehr wegzudenkendes Element im sozialen Zusammenleben.

Denn in diesen vielen Jahren seines Bestehens stellte der Verein noch viel mehr auf die Beine: 1924 eröffnete das Schwesternhaus mit Kinderschule, 1938 kamen durch die Zusammenlegung von Unter- und Oberböbingen Angehörige der evangelischen Gemeinde Oberböbingen dazu. Die Sozialstation in Heubach wurde gegründet und die sozialen Dienste zusammengelegt. Nach der Eröffnung des Seniorenzentrums Böbingen war die stationäre Versorgung pflegebedürftiger Menschen vor Ort geboten, daher konzentrierte man sich auf den Ausbau der ambulanten Versorgung. Dr. Peter Högerle erstellte die Gesamtkonzeption der sozialen Dienste und war über viele Jahre maßgeblich beteiligt.

Soziale Dienste

Der erste soziale Dienst war im Jahr 1995 die Organisierte Nachbarschaftshilfe Böbingen. Am 24. Juni 1998 erfolgte die Einweihung des Seniorenzentrums. Der Organisierte Fahrdienst, der Treff am Donnerstag, der Besuchsdienst, die Andachten und der Gottesdienst in der Kapelle des Seniorenzentrums und die mobile Ausleihe von Büchern entstanden, ein Jahr später der stationäre Mittagstisch in der Cafeteria im Seniorenzentrum. 2001 wurde der Singkreis, danach der Spielkreis eingerichtet. 2005 folgte die Gründung des Café Rosengarten. Seit 2007 bestehen die Kleinkinderbetreuung „Sonnenkäfer“ und die organisierte Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder sowie die Vermittlung zertifizierter Babysitter.

Seniorvitalmesse

2009 richtete der Elisabethenverein die zweite Seniorvitalmesse aus, bei der der Startschuss für die Computerinitiative Böbingen LernNet fiel. 2011 erhielt diese Initiative den zweiten Preis für das ehrenamtliche Engagement des Landes Baden-Württemberg.

Zuletzt entstanden KIT, die Tauschbörse und der Strickkreis. Ein Höhepunkt war stets der Weihnachtsmarkt des Elisabethenvereins, zum ersten Mal ausgerichtet im Jahr 1988, zum letzten Mal 2018. Einen wichtigen Platz im Verein nahmen immer die ehrenamtlich Beteiligten ein, für die im Sommer ein Fest mit Ehrungen stattfand. Vor der Pandemie waren durchschnittlich insgesamt 160 Ehrenamtliche im Einsatz.

Programm:

10.30 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst mit dem Kirchenchor der Katholischen Kirchengemeinde Böbingen

11.15 Uhr: Festakt mit Ansprachen der Ehrengäste

 12 Uhr: Mittagstisch

 14.30 Uhr: Kaffee und Kuchen

 Musikalische Umrahmung durch die Rentner-Band sowie Einlagen des Oberlinkindergartens und der Tanzgruppen des TSV Böbingen. 

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