Fair Trade: An den Heubacher Schulen soll's beginnen

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"Fair Trade"-Produkte bei der Auftaktveranstaltung in Heubach.
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„Fairtrade-School Kampagne“ am Dienstag in der Stadthalle. Weitere Projekte werden angestrebt.

Heubach Gemeinsam machen sich ab sofort alle Heubacher Schulen auf den Weg, um „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“, wie es Bürgermeister Dr. Joy Alemazung beschreibt. Denn die Mörikeschule, die Realschule, die Schillerschule, die Breulingschule und das Rosenstein-Gymnasium nehmen an der Kampagne „Fairtrade Schools“ teil. Eine Initiative der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit, ESZ, mit dem Ziel, ein Zertifikat zu erhalten. Deren Geschäftsführer  Philipp Keil machte bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag in der Stadthalle zum Fair Trade deutlich: „Es fängt bei uns an. Vor Ort.“ Als „sehr motivierend“ bezeichnete er das Engagement, das alle Heubacher Schulen bereits jetzt bei diesem Unterfangen an den Tag legen.

Wie vielfältig dieses ist, zeigte sich in den einzelnen Vorstellungen durch Pädagogen, Schulleitungen und den Schülern selbst. Die Bandbreite reichte vom Pausenverkauf mit Fairtrade-Angeboten bis zu fair gehandelten Lebensmitteln, die in einem Schülercafé angeboten werden. Auch in Sachen Nachhaltigkeit sind alle Schulen bereits gute Beispiele, wie die drei Komponenten der Nachhaltigkeit bereits zum Schulalltag und in den Stundenplan gehören, beziehungsweise eingeflossen sind. Hier werden Nistkästen gebaut und aufgehängt, dort wird Gemüse angebaut um es dann am Mittagstisch zu reichen. „Es geht um Bewusstseinsbildung“, beschrieb Philipp Keil. Darum, nicht auf Kosten anderer Menschen und der Natur zu leben. „Es geht um Eigenverantwortung.“ Keil informierte darüber, dass es aktuell 800 Fairtrade Schools in der Bundesrepublik gibt. Allein 140 davon in Baden-Württemberg. Und zitierte Ghandi: „Sei du selbst die Veränderung, die du für die Welt willst.“

„Hoffentlich werden alle Schulen zertifiziert, die Zukunft beginnt jetzt“, wünschte sich Keil.  Mit im Gepäck hatte er  den Aktionsleitfaden für die teilnehmenden Schulen. So muss ein Fairtrade-Schulteam gegründet und ein Fairtrade-Kompass erstellt werden. Fair gehandelte Produkte sollen angeboten und fairer Handel im Unterricht etabliert werden. Zudem sollen Schulaktionen zum fairen Handel durchgeführt werden.

In einem weiteren Part der Auftaktveranstaltungen am Dienstag kamen Gäste zu Wort, die Fair-Trade-Akteure aus Kirchen, Vereinen und Weltladen sind  wie etwa Cordula Reichert und Inga Adam vom Weltladen in Schwäbisch Gmünd. Hierzu formulierte der Bürgermeister sein klares Ziel: Es soll auch in Heubach einen Weltladen geben. Reichert informierte, dass es deutschlandweit 800 Weltläden gibt. Und der in Schwäbisch Gmünd einer der größeren sei. Denn, wie auch Renate Iwaniw von der Verwaltung beschrieb, soll es nicht bei der Fairtrade-School-Kampagne bleiben, sondern will Heubach auch eine Fair-Trade-City werden. „Man muss seinen persönlichen Zugang zum Thema finden“, erklärte Cordula Reichert. „Legen wir los“, motivierte der Bürgermeister. ⋌Anja Jantschik

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