Fortbestand des Mögglinger Pflegeheims gefährdet?

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Das Pflegeheim in Mögglingen.

Mögglinger Förderverein Miteinander Leben kritisiert Gemeinderat und Verwaltung.

Mögglingen. Die Zukunft des Pflegeheims war ein Thema bei der Mitgliederversammlung des Mögglinger Fördervereins Miteinander Leben. Der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Rainer Spießhofer, erläuterte die Vorgaben der Landesheimbauverordnung, in der die Auflösung der Doppelzimmer und die Einrichtung von Wohngruppen mit jeweils 15 Bewohnern gefordert werde. Dies mache es notwendig, dass für das Pflegewohnhaus kurzfristig eine Planung vorgelegt werden müsse, die diese Vorgaben berücksichtige. Es habe dazu zwar bisher verschiedene Gespräche mit der Gemeinde gegeben, jedoch keine öffentliche Beratung oder gar Beschlussfassung hierzu. Der Förderverein habe sich deshalb mit einem Brief an Bürgermeister und Gemeinderat gewandt, um die Dringlichkeit darzulegen. Bürgermeister Adrian Schlenker versicherte zwar, dass man an diesem Thema dran sei, allerdings hätte es bisher nicht die höchste Priorität gehabt.

Welche Bedeutung dieses Thema auch bei den Mitgliedern hat, zeigten die Wortmeldungen. In verschiedenen Redebeiträgen wurde kritisiert, dass die Gemeinde diesem Thema nicht die notwendige Bedeutung zumesse. Dadurch gefährde man den Fortbestand des Pflegewohnhauses. Schlenker erläuterte anhand einer Skizze die angedachten Baumaßnahmen im Bestandsbau und eines erforderlichen Anbaus. Der Gemeinderat sei über die Problematik informiert, jedoch gleichermaßen über die Dringlichkeit überrascht. Eine Tendenz zur Positionierung des Gemeinderates zum Thema sei ihm nicht bekannt. Vorsitzender Ottmar Schweizer verdeutlichte, dass sich der Förderverein in dieser Angelegenheit als Interessenvertreter der Mögglinger Bevölkerung sehe und forderte die anwesenden Gemeinderäte auf, die Brisanz dieses Themas in den Gemeinderat zu tragen.

Ottmar Schweizer berichtete, dass die neu herausgegebene Vereinsbroschüre in der Gemeinde gut angekommen sei. Ihre kurzweilige Aufmachung zeige die Vielseitigkeit des Vereins und sie habe auch zu einem Mitgliederzuwachs geführt.

Aktiv trotz Corona

Die dann folgenden Berichte zeigten, was trotz Corona im vergangenen Jahr alles im Verein möglich gemacht wurde. Unter anderem konnten das Team des Zwergenstübchens und der Leiter des Fahrdienstes ihre Arbeit darstellen und die Wichtigkeit der Vereinsaufgaben verdeutlichen. Bildhaft konnten Annette Süß und Michaela Henoch zeigen, wie die Kleinsten im Zwergenstübchen Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und Geborgenheit finden. Der Leiter des Fahrdienstes, Werner Rotter, berichte, dass trotz der besonderen hygienischen Anforderungen der Fahrdienst aufrechterhalten werden konnte und dieser sich reger Nachfrage erfreue. Der Förderverein habe zudem die Mögglinger Bevölkerung bei der Suche nach Impfterminen und bei der Bewältigung der Anreise zu den Impfzentren unterstützt.

Trotz der Pandemie stehe der Verein finanziell auf gesunden Beinen, berichtete Finanzvorstand Herbert Ziegler. Besonders die Frauen des Strickkreises hätten durch ihren Sockenverkauf für einen respektablen Umsatz gesorgt. Auch der Fahrdienst, der sich durch die Spenden der Fahrgäste finanziert, zog trotz eines pandemiebedingten Einbruchs der Fahrten ein positives Resümee. Bei Klaus Hudelmaier bedankte sich der Vorsitzende für über dreißigjährige Kassenprüfertätigkeit mit einem Präsent.

Bei den Wahlen gab Barbara Eßwein ihr Amt als langjährige Schriftführerin ab. Für diese Funktion konnte Claudia Häcker gewonnen werden, die ebenso einstimmig gewählt wurde, wie Werner Rotter und Barbara Eßwein als Mitglieder im erweiterten Vorstand.

Abschließend gab der Vorsitzende einen Ausblick auf anstehende Aktivitäten; so finde am 1. Oktober ein Ganztagesausflug nach Bad Wurzach statt, in Zusammenarbeit mit dem Lauterner Verein Äwil plane man die Aufstellung zweier Ruhebänke am Gehweg Mögglingen-Lautern und zusammen mit der AG Dorfblick wolle man „Schwätzbänkle“ kennzeichnen, die in der Dorfmitte ihren Platz finden sollen.

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