15 Jahre Heubacher DRK-Bürgermobil

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Bruno Bieser, Eva Feuerle-Damstra und Präsi Christian Baron
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200 000 Kilometer im Zeichen der Menschlichkeit gefahren: Das erste Bürgermobil in der Raumschaft wurde vor 15 Jahren in Heubach in den Dienst gestellt - Zeit für einen Rückblick und Dank.

Heubach

Die Initiatorin und Leiterin des Heubacher Bürgermobils, Eva Feuerle-Damstra, nahm die kleine Feierstunde zum Jubiläum am Montag zum Anlass, Dankesworte an alle zu richten, die an der „Erfolgsgeschichte Heubacher Bürgermobil“ maßgeblich beteiligt sind und waren. Das aktuelle Ehrenamtsteam, das sich im Telefondienst, im Fahrdienst und im „Hintergrunddienst“ engagiert, besteht aus Hannelore Becker, Karl-Heinz Biekert, Erich Blum, Klaus Borsch, Albert Ulrich Friedel, Gustav Geist, Heinz Kolrep, Detlef Lehmann, Alfred Reinelt, Manfred Rottler, Manfred Sänger, Matthias Stadtmüller und Marita Wiedmann. Als Ehrenamtliche der ersten Stunde sind Dieter Feuerle, Heinrich Keefer, Manfred Schmidtke sowie die Leiterin des Teams, Eva Feuerle-Damstra aktiv.

Als Ehrengäste konnte Eva Feuerle-Damstra den DRK-Kreisgeschäftsführer Bruno Bieser als „Förderer und Begleiter“ des Fahrdienstes, die DRK-Ortsvereinsvorsitzende Ellen Renz und DRK-Bereitschaftsführer Roland Kässer begrüßen.

Den Abordnungen des Fördervereins Altenhilfe Heubach und des DRK-Strickkreises Heubach galt der besondere Dank der Leiterin für die langjährige ideelle und finanzielle Unterstützung des Projekts. Die „Hochachtung, der Respekt und der Dank“ richtete sich an alle ehrenamtlich Beteiligten für deren Engagement „im Zeichen der Menschlichkeit in Heubach“. 200 000 Kilometer seien bei den rund 10 000 Fahrten in den vergangenen 15 Jahren für die Mitbürger zusammengekommen, der durchschnittliche Einsatz betrug dabei pro Fahrt zweieinhalb Stunden. Was vor 15 Jahren als Versuch gestartet wurde, sei heute aus Heubach nicht mehr wegzudenken.

In seiner Laudatio sprach Bürgermeister Dr. Joy Alemazung von seiner Hochachtung dem Ehrenamt gegenüber. Ehrenamtliche Tätigkeit bringe Freude und verändere die Gesellschaft. Seinen Respekt zollte er Eva Feuerle-Damstra, von der die Idee des Bürgermobils „vehement“ verfolgt worden war und die mit dem ehrenamtlichen Fahrdienst einen großen Beitrag dazu geleistet habe, die Mobilität und Lebensqualität älterer oder immobiler Mitmenschen zu erhalten. Das Bürgermobil sei in der Stadt bestens etabliert und habe den Zusammenhalt in der Bürgerschaft gesteigert. Das schöne Motto „Bürger fahren Bürger“ sei nur durch das großartige Engagement der Ehrenamtlichen zu stemmen, die neben Fahrdienst, Telefondienst und Organisatorischem auch Erste-Hilfe-Kurse, Fahrsicherheitstrainings und Weiterbildungen zum Umgang mit bewegungseingeschränkten Personen absolviert haben.

In ihrem Rückblick erinnerte Feuerle-Damstra an den Beginn des Bürgermobils vor 17 Jahren, als sie mit Bruno Bieser einen Fahrdienst besuchte, bei dem sie sich überzeugen ließen und das Heubacher Modell auf den Weg brachten. Im Juli 2007 konnte das erste Fahrzeug in Betrieb genommen werden. Zusätzlich zu den Fahrdiensten wirkten die Heubacher stets an vielen anderen Aktivitäten und an DRK-Aktionen mit. Im Dezember 2017 konnte das erste, und bisher einzige, E-Auto als Bürgermobil in Empfang genommen werden.

DRK-Präsident Christian Baron zog symbolisch seinen Hut vor „ehrenamtlichem Engagement in der Nachbarschaft“, das im Kleinen und außerhalb der Medien stattfinde. Mit dem Bürgermobil sei in Heubach „Pionierarbeit“ geleistet worden. Die Arbeit der Ehrenamtlichen sei ein Puzzlestück im großen Gebilde des DRK-Angebots für Menschlichkeit und Fürsorge. Für viele Mitfahrenden seien auch die Zuwendung und die Gespräche mit Fahr- und Telefondienst „wertvoll und schön“. Die Fahrten zu Arztbesuchen, Verwandtschaft, Einkaufen oder kulturellen Veranstaltungen erhöhen die Lebensqualität ungemein, so Baron.

Das Bürgermobil freut sich über neue ehrenamtliche Mitstreiter, die sich unter dem Fahrdienst-Telefon von Montag bis Freitag 8.30 Uhr bis 10.00 Uhr unter Tel. (07173) 913 207 melden dürfen.

Im Bild oben: Bruno Bieser, Eva Feuerle-Damstra und DRK-Präsident Christian Baron, im unteren Bild das Bürgermobil Heubach. Fotos: aro

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