72-Jährige betrogen - mehrere Tausend Euro ins Ausland überwiesen

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Symbolbild Laptop

Durch die Masche eines vorgegaukelten Computer-Problems verschaffte sich der Betrüger Fernzugriff auf ihren Laptop.

Heubach. Eine 72-Jährige ist am Mittwoch Opfer eines Betrugs geworden, bei dem der Täter mindestens 6600 Euro von ihrem Konto ins Ausland überwiesen hat. Das berichtet die Polizei. Im Laufe des Mittwochs ploppte auf dem Laptop-Bildschirm der Frau eine Telefonnummer mit dem Hinweis auf, dass sie sich unter der Nummer bezüglich eines Problems mit ihrem Rechner melden sollte. Die 72-Jährige kam der Aufforderung nach, da ihr PC offenbar auch nicht mehr richtig funktionierte. Ihr Gesprächspartner brachte die 72-Jährige dazu, ihm Fernzugriff auf ihren Rechner zu erlauben, um das Problem zu lösen. Auf diese Weise gelangte der Unbekannte an die Bankdaten der gutgläubigen Frau und überweis im Laufe des Tages mindesten 6600 Euro ins Ausland.

Die Polizei gibt Tipps: So schützen Sie sich

- Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein "Servicemitarbeiter" bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben, legen Sie einfach den Hörer auf.

- Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkonto oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten heraus.

- Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.

Wenn Sie Opfer wurden:

- Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn herunter. Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter.

- Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm auf Ihrem Rechner löschen.

- Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.

- Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurückholen können

- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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