Akkurad fertigt bald Leichtfahrzeuge in Heubach

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Die Gmünder Firma Akkurad vertreibt und baut Akkuräder.
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Die Firma zieht im Oktober vom Gmünder Benzfeld in die Gottfried-Schneider-Straße 4.

Heubach. Leichtfahrzeuge, Velomobile und Cargobikes: Die Gmünder Firma Akkurad vertreibt und baut Akkuräder. Im Oktober zieht das Unternehmen vom Benzfeld nach Heubach. „Wir brauchen mehr Platz“, sagt Aymen Zghibi von Akkurad. Im Benzfeld waren‘s rund 300 Quadratmeter, in der Gottfried-Schneider-Straße 4 in Heubach sind‘s 800 Quadratmeter. Einst war dort die Firma Truttenbach angesiedelt, die Geschenkbänder herstellte. Nun soll im Erdgeschoss die Werkstatt entstehen, in der vorerst vier Mitarbeiter die individuellen Fahrzeuge fertigen. Im Büro im ersten Stock werden sich neun Mitarbeiter um den Vertrieb der Fahrzeuge kümmern. „Wir suchen aber weitere Fachkräfte“, erklärt Aymen Zghibi, denn der Markt boome. Kunden kommen aus ganz Deutschland, „vor allem Leute in Städten, die von elektrischen Leichtfahrzeugen begeistert sind“, erklärt Zghibi.

Dass ihm Kunden wegen des Umzugs nach Heubach abspringen, glaubt er nicht. Ganz im Gegenteil: „Heubach ist eine Fahrradstadt“, sagt Zghibi, der die Lage der Stadt mit viel Grün außenrum sehr attraktiv findet. „Es freut mich sehr, dass die Leute dort das Fahrrad als Fortbewegungsmittel schätzen.“ Die Anbindung nach Gmünd und Aalen und weiter auf die Autobahnen sei gut. Das Unternehmen präsentiere sich zudem in Internet-Foren und bei Messen im In- und Ausland. Kunden kämen von weit her, um sich die individuellen Fahrzeuge - vor allem für die Stadt - fertigen zu lassen. Da spiele es keine Rolle, ob das Unternehmen in Gmünd oder Heubach sitze.

Seit 1993 bauen die Mitarbeiter Leichtfahrzeuge und rüsten Fahrräder und Fahrzeuge aller Art mit elektrischen Antrieben aus. Der Grundsatz, dass aktiver Umweltschutz und hoher Lebensstandard sich nicht ausschließen, gehöre zur persönlichen Überzeugung von jedem Mitarbeiter der Firma. Seit 2019 hat Akkurad auch vierrädrige Kabinenfahrzeuge und elektrifizierte Kleinfahrzeuge im Angebot. Aluräder gibt‘s dort ab 8000 Euro.

Ein Problem, mit dem Akkurad derzeit - wie viele Firmen - zu kämpfen hat, ist der Rohstoffmangel. Es gebe Lieferengpässe beispielsweise bei den Bremssets, erklärt Zghibi. Das habe zur Folge, dass Kunden statt zwei manchmal vier bis sechs Monate auf ihr Fahrzeug warten müssten. „Wir entwickeln manches sogar schon anders, um auf bestimmte Teile verzichten zu können.“

Alle Infos zum Unternehmen gibt‘s unter www.akkurad.com

Die Firma zieht im Oktober vom Gmünder Benzfeld in die Gottfried-Schneider-Straße 4.

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