Als mit Reisig Geld verdient wurde

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Verkaufsaktion von Trockenkränzen und Seegas-Seilen zu Gusten der Hochwassernothilfe in Bartholomä

Zum Museumstag am Amalienhof in Bartholomä kommen viele Besucher. Eine Aktion der „Seegras-Frauen“ bringt mehr als 400 Euro für die Fluthilfe der Evangelischen Kirchengemeinde ein.

Heubach

Ein richtiges Familienfest war der Museumstag der Amalienhof-Rentner. Es gab viele Aktionen für Kinder und Erwachsene - zum Beispiel das Binden von Reisigbesen, das in früheren Jahrhunderten ein wichtiger Erwerbszweig in Bartholomä war.

Der Wettergott hatte es gut gemeint, viele fanden den Weg zum Kulturhof des Amalienhofes in Bartholomä mit der Museumsscheune im Mittelpunkt. Dort können Besucher eintauchen in frühere Jahrhunderte: historische Landwirtschaft, Handel und Handwerk, Wohnen und Arbeiten in früheren Zeiten sind die Themen. An vielen Stationen konnten Besucherinnen und Besucher unterschiedliche Gewerke aus früheren Tagen wieder erleben. Unter anderem gab es eine Ausstellung von Waagen aus den letzten drei Jahrhunderten.

Tradition des Seegras--Bindens

Auch für die Kinder wurde viel geboten. An Bastelstationen konnten sie sich austoben, und bei manchen Aktionen mithelfen. Sie konnten töpfern, malen, Kerzen ziehen aus Bienenwachs, Seile flechten, Trockenkränze herstellen, Reisigbesen binden, (ein wichtiges Symbol der Bartholomäer, war dieser doch ein Erwerbszweig in früheren Jahrhunderten), einmal in einer Kutsche sitzen und manches mehr.

Die Bewirtung übernahmen der Förderverein der Laubenhartschule und das Team von „Brot & Hoirles“ mit frischem Brot aus dem alten Holzbackofen, das Museumsrentner-Team hatte alles organisiert.

Im Rahmen des Museumstages lebte auch das traditionelle Handwerk des Seegras-Bindens wieder auf und wurde von den vielen Besucherinnen und Besuchern bestaunt. Dabei wurden auch Trockenkränze gebunden und Seegras-Seile gewoben. Auch die kleinsten Gäste waren von diesem Handwerk begeistert, durften sie doch selbst mitmachen. Die Seegras-Frauen, als Teil des Museums-Team, die diesen Tag mitgestaltet haben, spenden den Erlös aus dem Verkauf an die Aktion Hochwasser-Nothilfe. Dies war wieder eine gelungene Aktion für den Dienst am Nächsten.

Karl Busch von der Evangelischen Kirchengemeinde Bartholomä stellte anlässlich der Übergabe des Schecks in Höhe von 405 Euro fest: „Die Aktion Hochwassernothilfe entwickelt sich zunehmend zu einer Brücke der Solidarität mit den Menschen im Ahrtal.“ Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft vieler Menschen rund um den Rosenstein habe man schnell und direkt eine Nothilfe von fast 6500 Euro bereitstellen können, dadurch kommt den Betroffenen vor Ort schnell und unbürokratisch die Hilfe zu Gute, so Busch

Die eingehenden Spenden werden durch die Evangelische Kirchengemeinde Adenau an Bedürftige und sozial Schwache in der Region verteilt.

Karl Busch bedankte sich im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde und stellvertretend für die Menschen aus dem Ahrtal bei allen Spendern.

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