Aus der Zitterpartie wird ein Riesenerfolg

  • Weitere
    schließen
+
In Pagodenzelten auf dem terrassenförmigen Parkplatz vor der Silberwarenfabrik gab's Kunsthandwerk.

Mit Mundschutz und guter Laune flanieren Besucher entlang der Stände des Kunsthandwerkermarkts, genießen Kulinarik und nutzen offene Läden.

Heubach

Die Stadt unterm Rosenstein trat am Wochenende bei den Regionaltagen den Beweis an, dass auch zu Corona-Zeiten eine Großveranstaltung möglich ist. Unter Einhaltung eines Hygienekonzepts genossen viele Besucher die Gastfreundschaft. Sowohl in den offenen Geschäften am Sonntag als auch auf dem Regionalmarkt am Schlossplatz und beim Kunsthandwerkermarkt in und um die Silberwarenfabrik.

"Wir sind einfach nur happy", zeigte sich die Vorsitzende der Kulturmixtur, Magdalena Höhne, sehr zufrieden. Sie lobte gleich mehrfach die Anstrengungen der Stadtverwaltung, damit der Markt tatsächlich stattfinden konnte. Denn für die rund 20 Aussteller waren eigens Pagodenzelte im Außenbereich der Silberwarenfabrik aufgestellt worden. So konnten die Abstände zwischen den Ständen bestens eingehalten werden.

In der Silberwarenfabrik wurden jeweils nur 30 Besucher eingelassen. Ein separater Ein- und Ausgang sorgte dafür, dass es zu keiner Zeit zu Gedränge kam. Für viele Aussteller war es überhaupt die erste Möglichkeit in diesem Jahr, ihr Angebot zu präsentieren. Da wurde auch eine vierstündige Anreise aus dem bayerischen Taching am See in Kauf genommen. "Der Service hier ist klasse, die Pagodenzelte sind spitze", freute sich Standbetreiberin Monika Potocki. Alois Steidele aus Bernbeuren gab ihr recht: "Hier funktioniert alles bestens und die Besucher bringen gute Stimmung mit." Der Bayer stellte fest, dass die Stadt Heubach beweise, dass man auch zu Pandemiezeiten etwas auf die Beine stellen kann. "Wenn auch aufwendiger", räumte er ein.

Aufwendiger unter anderem, weil Mitglieder der Feuerwehr am Eingang und am Ausgang standen und die Besucher mittels Drücker zählten. "Jetzt haben wir gerade 205", informierte Andreas Geller. "Die meisten Besucher haben Verständnis, dass der Mundschutz auch im Freien getragen wird", fügte sein Feuerwehrkollege Mustafa Demirci an. Lediglich zwei Besucher hätten bislang gemurrt, dann den Mundschutz aber aufgesetzt.

Heubach zeigt, wie auch zu Coronazeiten etwas geboten werden kann.

August Freudenreich, Besucher

Von Mundschutz befreit waren lediglich die drei possierlichen Tiere vom Alpakahof Kaut. Mit viel Freude waren Kinder am Ostalb-Waldmobil zu Gange. Kleine Tiere wurden da aus Ton geformt und auf Holz, Rinde oder Moos befestigt. "Alles, was der Wald gerade bietet", deutete Sigrid Gaugel auf die "Zutaten".

"Es war ein Wagnis und eine Zitterpartie. Es hätte ja auch sein können, dass der Markt doch noch abgesagt werden muss", sagte Bürgermeister Frederick Brütting. Und freute sich umso mehr über den guten Verlauf. Erfreut erklärte er, dass auch einige Vereine mit von der Partie seien. Etwa der Skiclub, der mit Kulinarik und DSV-Mobil einen Inliner-Parcours bot. "Von uns sind 30 Mitglieder vor Ort", schilderte der Vorsitzende Martin Ruff. Neben ihm amüsierte sich Langlauftrainer Holger Gold darüber, wie Jonas Weiher im weißen Tigerkostüm die Kinder unterhielt. "Der friert heute nicht", stellte er fest. Auch der Jugendclub mit neu saniertem Bauwagen und das Mütterzentrum waren mit von der Partie. "Heubach zeigt, wie auch zu Coronazeiten etwas geboten werden kann", stellte Besucher August Freudenreich aus Böbingen fest. "Und man fühlt sich dank des Hygienekonzepts absolut sicher."

In der Silberwarenfabrik zeigte sich bei den Regionaltagen Kunsthandwerk in allen Facetten.
Drei Tiere vom Alpakahof Kaut waren mit in Heubach.

Zurück zur Übersicht: Heubach

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL