Debatte um Bebauung „Auhölzle“

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Auf dem Heubacher Friedhof soll es Platz für 82 weitere Urnennischen geben. Kostenpunkt rund 234 000 Euro.

Dachformen und Lärmschutzwall wurden in der Heubacher Sitzung diskutiert. Mehrfamilienhäuser im Kern des neuen Baugebiets „Auhölzle“.

Heubach

Eigentlich diskutierten die Heubacher Gemeinderäte bereits in ihrer Septembersitzung über die städtebauliche Konzeption des neuen Baugebiets „Auhölzle“. Dies soll auf einer rund 30 000 Quadratmeter großen Fläche, eingebettet am Ortseingang zwischen der Adlerstraße und der Gmünder Straße, entstehen. 28 Plätze für ein bis zwei Wohneinheiten sowie drei Mehrfamilienhäuser sollen beheimatet werden. Ingenieur Harald Wahl vom gleichnamigen Büro in Göggingen ging auf die öffentlichen und privaten Stellungnahmen, die sich aus der Auslegung ergaben, ein. So wurde beispielsweise von privater Seite angeregt, den Wirtschaftsweg in Richtung Kleingartenanlage zu belassen. Diesem Wunsch wird auch in der Planung entsprochen.

Keine Extra-Zufahrt

Bezüglich des Baugebiets und seiner Erschließung, die über die Straße „Am Auhölzle“ erfolgen wird, machte Wahl darauf aufmerksam, dass es keine Hochbords geben wird. Zudem sah er eine Möglichkeit, während der Bauphase eine Baustraße direkt von der Gmünder Straße anzulegen. Um so die Anlieger in der Bestandsbebauung zu entlasten. Außerdem informierte er, dass von der Bestandsbebauung in diesem Bereich ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt wird. Um etwaige Schäden, die während der Bauphase entstehen, zu dokumentieren und zu beheben.

Der private Einwand von Anliegern, dass ihnen künftig durch das Baugebiet die Sicht im Westen verbaut wird, kam nicht zum Tragen. Grund: Seit fast 30 Jahren sei bekannt, dass es in diesem Bereich eine Bebauung geben wird, die bislang nur nicht ausgeführt worden war.

Bezüglich des angrenzenden Waldstücks informierte der Ingenieur, dass auf den Abstand von 30 Metern Wert gelegt wurde. Dies sei mit der Forstbehörde so abgestimmt. Weiter wurde der Bereich, in dem drei Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, „explizit“ in die Mitte des Baugebiets gelegt. „Um Rücksicht auf die bestehende Bebauung zu nehmen“, erinnerte Wahl.

Lärmschutzwall 3,50 Meter hoch

Der Lärmschutzwall entlang der Gmünder Straße, der ursprünglich mit fünf Metern Höhe realisiert werden sollte, wird nun mit einer Höhe von 3,50 Meter ausgeführt. Zum einen wäre die technische Umsetzung bei fünf Metern nur sehr schwierig realisierbar, zum anderen schütze der Lärmschutzwall ohnehin nur die Erdgeschosse und erste Obergeschosse vor Lärm. Gerhard Kuhn stellte hierzu fest: 3,50 Meter seien eine „ordentliche Lösung“. Er erkundigte sich, ob man den Ortseingang nicht weiter raus, also bis zum Anfang des Walls, verschieben könne? Grund: Dann darf nur noch Tempo 50 gefahren werden. Bürgermeister Brütting informierte, dass dies in der Lärmschutzkonzeption bereits drin sei, bislang jedoch an den Behörden scheitere. Erst kürzlich habe die Verkehrsschau dies abgelehnt. Aber er zeigte sich zuversichtlich, dass es doch noch durchgesetzt werden kann. „Auch die Bucher Bürger machen sich stark.“

Dominik Frey und Günther Lux stießen sich an der vorgegebenen Flachdach-Bebauung im südlichen Bereich, unterhalb des Grünzugs. Da im übrigen Gebiet auch Satteldächer erlaubt sind, sprach Lux von „Kraut und Rüben“. Und hatte Sorge, dass man die Bauplätze „nicht loskriegt“. Hauptamtsleiter Eckhard Häffner informierte, dass jetzt die 220 Interessenten angeschrieben werden. „Die kleinen Bauplatzgrößen machen den Preis erschwinglich“, so Bürgermeister Brütting. Der Antrag von Lux, alle Dachformen zuzulassen, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Ebenfalls auf der Heubacher Tagesordnung, die erstmals Online stattfand und daher vom Bürgermeister als „historisch“ bezeichnet wurde, stand die Erweiterung des Kolumbariums auf dem Friedhof. 82 weitere Urnennischen in zwei Geländeetagen, links neben dem Kriegerdenkmal, sollen realisiert werden für rund 234 400 Euro. Bis November 2021 sollen sie realisiert sein.

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