Die Finanzen sind im grünen Bereich

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Bislang sieht das Jahr 2021 für die Stadt Heubach gut aus. Grünes Licht für Bauland im „Auhölzle“.

Heubach. Die Pandemie und ihre finanziellen Auswirkungen lasten auf den kommunalen Schultern. Prinzipiell kann nur auf Sicht gefahren werden. Dies machte am Dienstag die Heubacher Kämmerin Monika Löhn den Gemeinderäten deutlich. Grund ist, dass bislang nur die Maisteuerschätzungen zugrunde liegen, wenn man einen Finanzzwischenbericht ablegen möchte. Sie bezeichnete diese Steuerschätzung als „nicht aussagekräftig“ in dieser schwierigen Situation. So gab es etwa bei der Gewerbesteuer im ersten Quartal einen „großen Einbruch“. Allerdings stehe man nun „gar nicht so schlecht da“, stellte sie fest. Denn jetzt seien die ursprünglichen Vorauszahlungen der Unternehmen von 2019 zu Endzahlungen geworden. „Und 2019 war die Hochphase fürs Gewerbe“, so die Finanzexpertin. Doch war sie nicht zu euphorisch, sondern warnte vielmehr, man sei erst in der Jahresmitte. Aber es werde bislang durch die Gewerbesteuer mit einem Zahlungsmittelüberschuss von rund 1,36 Millionen Euro gerechnet. „Das ist höher als geplant, hoffen wir, dass es so bleibt.“

„Bislang stabil“ zeige sich die Einkommenssteuer und der Finanzausgleich. Auch in den investiven Maßnahmen sei man „größtenteils im Plan“. Es gibt keine signifikanten Abweichungen. Es zeige sich, dass das Gewerbegebiet „Erlen“ bis zum Jahresende komplett verkauft sei. Hingegen außerplanmäßig sei der Gebäudekauf in der Adlerstraße für 300 000 Euro inklusive Einrichtung, in der die Grundschüler Betreuung und Verpflegung erhalten.

Löhn appellierte an die Gemeinderäte, die Schlosssanierung „bitte mit Bedacht“ anzugehen. Es handle sich hierbei nicht um eine Pflichtaufgabe, aber aufgrund der Verfallproblematik und der Nutzbarkeit sei nur eine zusammenhängende Sanierung möglich. Unterm Strich zeigte sich beim Finanzzwischenbericht, dass bislang alles im grünen Bereich ist. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 668 Euro. „Eine Punktlandung“, verglich die Kämmerin Heubach mit gleich großen Städten im Land. „Wir sind im Landesdurchschnitt.“

Bauplätze nach Punktesystem

Knapp 30 Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser werden künftig im Gebiet „Auhölzle“ entstehen. Die Heubacher Stadträte vergaben die Plätze nach einem Punktesystem. Eine Premiere, dieser Kriterienkatalog wurde zum ersten Mal angewandt. Außerdem wurden zwei Plätze für mehrgeschossiges Bauen an die Essinger Wohnbau und an die Mi Casa GmbH vergeben. Mit der Auflage, dass 20 Prozent der Wohnungen sozialer Wohnbau sein müssen, wie Bürgermeister Frederick Brütting erinnerte. Mit der Erschließung des neuen Baugebiets am Ortseingang von Heubach, von Buch kommend, rechts, soll 2022 begonnen werden. Vor dem Satzungsbeschluss, der bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung vollzogen wurde, bot Ingenieur Harald Wahl aus Göggingen nochmals die Eckdaten. Diese waren in einer früheren Sitzung bereits vorgestellt worden.

Gute Nachrichten hielt Bürgermeister Brütting zur Corona-Lage in Heubach bereit: Aktuell gibt es demnach keine Infizierten, und niemand ist in Quarantäne.

Zudem kündigte der Bürgermeister an, dass am 24. September seine offizielle Verabschiedung aus Heubach ist. Am 1. Oktober wird er sein Amt als Oberbürgermeister der Stadt Aalen antreten. Er sagte zu, dass Heubach „geordneten Monaten entgegengeht, es entsteht kein Vakuum“. Er gehe lediglich im August etwas in Urlaub, sei aber im September anwesend. Er dankte den Gemeinderäten und der Bevölkerung für die vielen Glückwünsche zur Wahl und den Rückenwind während des Wahlkampfs. Im Namen der Räte beglückwünschte Karl Grötzinger als Bürgermeister-Stellvertreter Brütting in der Sitzung offiziell zur Wahl. Anja Jantschik

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