Dr. Joy Alemazung in Heubach ins Amt eingesetzt

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Nachdem er ihm den Amtseid abgenommen hatte, schenkte der stellvertretende Bürgermeister Karl Grötzinger dem neuen Heubacher Bürgermeister Dr. Joy Alemazung und seiner Frau Barbara einen Schlüssel. Gut zum Türen Öffnen und zum Essen, meinte Grötzinger.
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In der Jahresschlusssitzung wird der Wahlsieger in der Heubacher Stadthalle am Mittwochabend offiziell zum neuen Bürgermeister ernannt.

Heubach

Er wolle nicht anmaßend sein, meinte Dr. Joy Alemazung gegen Ende seiner Rede am Mittwochabend in der Stadthalle anlässlich seiner Amtseinsetzung als neuer Heubacher Bürgermeister. Dennoch wolle er „einen großen Mann“ zitieren, Martin Luther King. Der habe 1963 gesagt, er träume davon, dass Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt würden. Die Heubacherinnen und Heubacher hätten genau das bei der Bürgermeisterwahl getan, sie hätten diesen Traum verwirklicht. Das sei nicht nur tolerant und weltoffen, sondern „tugendhaftes Handeln“, so Alemazung.

Wie er führen will

Der stellvertretende Bürgermeister Karl Grötzinger nahm Dr. Joy Alemazung den Amtseid ab und schenkte ihm einen Hefezopf in Schlüsselform. Der öffne Türen und sei auch zum leiblichen Wohl zu gebrauchen.

Landrat Dr. Joachim Bläse meinte, Alemazung bringe ein „solides Fundament“ mit für das neue Amt, Lebenserfahrung, einen Blick über den Tellerrand und berufliches Rüstzeug, dazu Offenheit und Empathie. Er habe Alemazung als einen künftigen Bürgermeister kennengelernt, so Bläse, der daherkomme „mit einem Rucksack vollgepackt mit konkreten Ideen“.

Für die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein meinte Heuchlingens Schultes Peter Lang, dass ein so überzeugend gewählter neuer Bürgermeister eigentlich mit einem großen Fest begrüßt werden müsste. Wegen der Corona-Pandemie sei alles zwei Nummern kleiner. Peter Lang schenkte dem Fußballfan Alemazung ein Trikot mit der Nummer 11 und hieß ihn willkommen im Team der kickenden Ostalb-Bürgermeister.

Joy Alemazung sagte, er wolle als Bürgermeister wie ein Kapitän sein und stets der Erste und der Letzte an Bord. Seine Grundprinzipien seien Liebe, Respekt und Wertschätzung. „Das meine ich ernst“, betonte er. Momentan gebe es viel Gegenwind: Corona, Inflation, der Klimawandel und die demografische Entwicklung. „Da brauchen wir einen gemeinsamen Kurs“, meinte der neue Bürgermeister. Nur gemeinsam sei man stark, gemeinsam könne man „segensreich wirken und Berge versetzen“. Er sehe sich als Netzwerker und Brückenbauer und wolle alle Bürgerinnen und Bürger ansprechen und mitnehmen, jeder solle sich nach seinen Fähigkeiten, Talenten und seiner Zeit einbringen. „Heubach braucht jeden Einzelnen von uns“, sagte er. Mit einer „bürgernahen Politik der kurzen Wege“ wolle Alemazung immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Heubacher haben. Noch viel mehr appelliere er aber an alle, mit eigenen Ideen, Anregungen und Vorschlägen auf das Rathausteam und ihn als Bürgermeister zuzukommen.

Mit dem Gemeinderat wolle er offen über Parteigrenzen hinweg zum Wohle der Stadt arbeiten. Er nannte einige konkrete Vorhaben. Eine Auswahl:

Einrichtung eines Jugendgemeinderats und eines Integrationsbeirats,

Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und Ausbau der Radwege und der dezentralen Energieversorgung,

bezahlbarer Wohnraum und betreutes Wohnen,

Fair-Trade in vielen Aspekten

Intensivierung des sanften Tourismus und Schaffung von mehr Übernachtungsmöglichkeiten, und all das unter einem

geordneten und nachhaltigen Finanzverhalten der Stadt.

Joy Alemazung dankte allen Gastredner für ihre Worte und den Bürgerinnen und Bürgern für den Vertrauensvorschuss: „Das motiviert und gibt mir Kraft.“ Großer Dank gelte auch seiner Mama und zwei seiner Geschwister, die am Mittwoch in der Stadthalle waren. Sein „größter Lebenslehrer und Vorbild“, sein Vater, konnte das leider nicht. Größter Rückhalt und Impulsgeber aber sei seine Frau Barbara.

Für die Musik sorgte das preisgekrönte Klavierduo „Motus“ mit Melis Ertürk und Türkü Su Dilan Özkaya.

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