DRK Heubach: wertvolle Arbeit im Hintergrund

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Vorstandsteam DRK Heubach
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Wie die neue Doppelspitze des Heubacher DRK, Ellen Renz und Marie-Luise Zürn-Frey, ihr Amt anpacken will und wie die Gruppe aufgestellt ist. Ein Besuch in der Ziegelwiesenstraße.

Heubach

Von zwei Dingen sind Ellen Renz und Marie-Luise Zürn-Frey besonders überrascht: Von der super Kameradschaft und von den vielen jungen aktiven Mitgliedern. Seit Januar bilden die beiden ehemaligen Stadträtinnen als Doppelspitze das neue Führungsduo im Heubacher DRK. „Wir wollten einfach mal was anderes machen und uns vor allem sozial engagieren“, sagen sie.

Viel Überredungskunst hat es also nicht gebraucht, um sie zu überzeugen und die Nachfolge des ehemaligen Bürgermeister Frederick Brütting anzutreten. „Ich hab' gesagt: Wenn ich kein Blut abnehmen und keine OP durchführen muss, bin ich dabei“, erzählt Ellen Renz lachend. „Unser DRK leistet einfach erstklassige Arbeit“, meint Marie-Luise Zürn-Frey. So viel zumindest können sie schon sagen, auch wenn sie derzeit noch in der Einarbeitungsphase seien. Durch die Corona-Beschränkungen sei es nicht einfach, gleich richtig tief einzusteigen.

Da ist es gut, wenn in der Praxis erfahrene Leute die Zügel in der Hand halten. In Heubach ist das Roland Kässer, der gleichzeitig als Kreisbereitschaftsleiter tätig ist und so einen Einblick auch in andere DRK-Gruppen hat. „Corona hat die vergangenen Jahre geprägt“, sagt er und erinnert sich zum Beispiel an die Aktion in der Stadthalle, bei der das Heubacher DRK „als Erste und Einzige“ Lehrkräfte so ausbildete, dass sie Corona-Tests bei ihren Schülern machen konnten. Auf die Zusammenarbeit mit den neuen Vorsitzenden freue er sich. Es gebe ja eine funktionierende Arbeitsteilung. Ellen Renz und Marie-Luise Zürn-Frey seien für die Außenwirkung, die Zusammenarbeit mit der Stadt, die strategische Planung und das „Netzwerken“ zuständig.

Wertschätzung ist gestiegen

Roland Kässer und sein vergleichsweise junges Team, mit einem Altersdurchschnitt von unter 30 Jahren, haben jedenfalls genug zu tun. Vor allem in diesem Jahr ballt es sich ganz schön, wie die DRK-Verantwortlichen berichten. Judokämpfe, Bike the Rock, Kinderfest, Historischer Markt in Lautern - alles Großveranstaltungen, bei denen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer präsent sein müssen - auch und vor allem an den Wochenenden. „Allein bei Bike the Rock sind wir Heubacher DRKler 240 Stunden im Einsatz“, sagt Kässer.

Vieles von dem Engagement laufe doch sehr im Hintergrund, bedauert Ellen Renz, die es als eines ihrer Ziele sieht, die wertvolle Arbeit des DRK mehr ins Bewusstsein zu bringen. Immerhin, so ihre Beobachtung, habe die Pandemie dafür gesorgt, dass viele Menschen dem DRK, aber auch Johannitern oder Maltesern, mehr Wertschätzung entgegenbrächten. „Die sind immer da. Selbstverständlich ist das nicht“, stellt Ellen Renz klar.

Das Gemeinschaftsgefühl stärken die Heubacher DRKler in ihrer „Hütte“ auf dem ehemaligen Gelände der Straßenmeisterei Richtung Lautern. Hier treffen sie sich im Sommer zu ihren Übungen, aber auch einfach mal so, zum Grillen und Spaß haben. Oder um gemeinsam die Hütte herzurichten und aufzuhübschen, wie Roland Kässer sagt. „Man kennt sich und man hilft sich, auch das wollen wir erhalten und stärken“, betont Ellen Renz. Das gelte im Übrigen auch für die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft. „Ein Anruf und wir sind da“, sagt Roland Kässer.

Das DRK Heubach hat aktuell 25 aktive Mitglieder. Sie treffen sich in der Regel immer montags im DRK-Haus in der Ziegelwiesenstraße.

Wenn ich keine OP durchführen muss, bin ich dabei.“

Ellen Renz, DRK-Vorsitzende
DRK Heubach
Neues DRK-Vorstandsteam in Heubach: Marie-Luise Zürn-Frey und Ellen Renz.

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