„Durch dick und dünn“ – wenn Hungern zur Sucht wird

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Schulveranstaltung: Durch dick und dünn - Prävention von Essstörungen bei Teenagern

Ein Theaterstück über Essstörungen bewegt Schülerinnen und Schüler aus Heubach.

Heubach. „Ich mag mich so, wie ich bin!“ ist die wohl wichtigste Botschaft des Theaterstücks der beiden Schauspielerinnen Sarah Gros und Annabella Akçal. Es ist keine leichte Kost, die das Theater „SNF - Sorgfältig.Nachhaltig.Frei.“ mit ihrem Präventionstheaterstück „Püppchen“ in der Heubacher Stadthalle präsentierte. Es geht um Essstörungen, es geht um die Suche nach den eigenen Stärken. Und die gut 100 Siebtklässler des Rosenstein-Gymnasiums und der Heubacher Schillerschule schauten gebannt zu.

Das Stück erzählt realitätsnah von Lena und Shirin, die einen selbstzerstörerischen Weg gewählt haben, mit all dem klarzukommen, was nicht stimmt in ihrem Leben. Lena leidet an Magersucht, Shirin an Bulimie. Lena soll daheim viel auffangen, sie muss funktionieren und unentwegt stark sein – sie findet ihr Leben zum Kotzen. Und das tut sie dann auch. Shirin isst nur noch Miniportionen, um mehr und mehr abzunehmen und merkt dabei gar nicht, wie sich ihre Wahrnehmung verändert. Doch sie hungert weiter, weil sie sich immer noch zu dick findet.

Auswirkungen der Sucht

„Das Theaterensemble zeigte sehr eindrücklich, wie Essstörungen betroffene Personen belasten und ihr Leben negativ beeinflusst. Es deckt Ursachen und Auswirkungen der Sucht auf, weist auf Möglichkeiten der Hilfe hin“, erläutert Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis. Ihre Leistung wurde durch reichlich Applaus belohnt. In der Nachbereitung des Theaterstücks im Anschluss an die Aufführung konnten sich die Jugendlichen noch ausführlicher mit der Thematik befassen, Fragen stellen und ihre Eindrücke zum Stück zum Ausdruck bringen.

Wahrnehmung geschärft

Neben der Nachbereitung hatten im Vorfeld der Theateraufführung die Schülerinnen ausführlich Gelegenheit mit der Suchthilfeleiterin Martina Marquardt (Psychosoziale Beratungsstelle Caritas) ihre Wahrnehmung für auffälliges Verhalten und Erscheinungsbilder dieser Krankheiten zu schärfen und auf professionelle Hilfesysteme hingewiesen zu werden.

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