Evangelische Kirche will bei Immobilien reduzieren

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Sein Verkauf soll das nötige Geld einbringen: das Bonhoeffer-Haus in Heubach.
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Verkauf des  Dietrich-Bonhoeffer-Hauses soll Umbau oder Neubau des Evangelischen Gemeindehauses in Heubach möglich machen.

Heubach

Die evangelische Kirche in Schwäbisch Gmünd hat sich von Immobilien getrennt, unter anderem das Gemeindezentrum „Brücke“ verkauft, um sich Sanierung und Umbau des Augustinus-Gemeindehauses leisten zu können. In Heubach steht die evangelische Kirchengemeinde vor ähnlichen Entscheidungen. Das Gemeindehaus in der Klotzbachstraße, in den Nachkriegsjahren erbaut, ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Ohne grundlegende Erneuerung könnte das Haus schon bald unbespielbar sein. „Wir müssen die Auflagen des Brandschutzes erfüllen“, sagt Pfarrer Thomas Adam und weiß, dass es nicht nur einen Weg dorthin gibt. Inzwischen habe der Oberkirchenrat eine Machbarkeitsstudie vergeben, so Thomas Adam. Noch sei offen, was dabei herauskomme. Diese Möglichkeiten gibt es grundsätzlich: Es werden nur die nötigsten Arbeiten für den Brandschutz realisiert. Oder man steigt tiefer ein und erneuert (Elektro-)Installationen und hübscht das Gebäude insgesamt auf. Die dritte Möglichkeit ist ein Neubau an gleicher Stelle. „Bei einer Sanierung weiß man ja nie, was sich im Lauf der Bauarbeiten noch alles an zusätzlichen Arbeiten ergibt“, sagt Thomas Adam. Die Kosten ließen sich im Voraus nie exakt ermitteln.  Dabei denkt er an die Kirchensanierung, die auch immer wieder für Überraschungen gesorgt habe.  Deshalb müsse man  über einen Neubau nachdenken, der allerdings kleiner als das bestehende Gebäude ausfallen würde. An Planungen ist noch nicht gedacht, auch nicht, auf welche Räume dann verzichtet werden müsste. So gibt es aktuell einen rund 200 Quadratmeter großen Saal im Erdgeschoss, der für Veranstaltungen genutzt wird, dazu im Untergeschoss mehrere große Räume. Kleiner zu bauen, würde nicht nur die Investitionskosten senken, sondern später den Aufwand für den laufenden Betrieb. Er sieht „gewisse Präferenzen für einen Neubau“ auch beim Oberkirchenrat. So könne man die Kosten sicher berechnen und erlebe keine Überraschungen. 

Um Neubau oder auch Sanierung zu stemmen, möchte die Kirchengemeinde das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Hohenneuffenstraße verkaufen. Das Haus wurde in den 1990er-Jahren auch mit Unterstützung des Kirchenbezirks gebaut. „Einer Zeit, in der man glaubte, es geht immer weiter aufwärts“, so Thomas Adam. Heute weiß man: Der Bedarf hat sich nicht wie erhofft entwickelt. „Alles, was wir veranstalten, lässt sich auch im Gemeindehaus an der Klotzbachstraße realisieren.“ 

Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung der Vorhaben gibt es noch nicht. Das hängt vom Verkauf der Immobilie ab, aber auch von der Empfehlung der Machbarkeitsstudie. Aber spätestens bis 2023 möchte Thomas Adam die klaren Entscheidung auf dem Tisch haben, denn Ende 2023 trete er den Ruhestand an. Er hätte auch nichts dagegen, wenn alles schneller geht, wenn dann schon die Realisierung beginnen würde.

Schon im Jahr 2015 hat sich der evangelische Kirchengemeinderat Heubach in einer Klausurtagung mit dem Thema Immobilienkonzept befasst. Damals sahen die Beteiligten allerdings noch keinen akuten Handlungsbedarf, schufen aber durch eine Bedarfsermittlung zumindest die Grundlagen dafür. 

Die Kosten lassen sich im Voraus nie exakt ermitteln.“

Thomas Adam,, Pfarrer
Das evangelisches Gemeindehaus Heubach und die Frage: Sanieren oder in verkleinerter Form neu bauen? Pfarrer Thomas Adam sieht „gewisse Präferenzen für einen Neubau“.

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