Fast wie ein richtiges Kidstown

+
Bald geht's los: Manuel Huber, Katrin Forat und Sara Badawyia (von links) freuen sich auf 50 Kinder und 20 Betreuer, die ab Montag für zwölf Tage zur Kidstown-Alternative „Plan C²“ in die Stellung unterm Rosenstein kommen.
  • schließen

Was sich die Organisatoren vom Stadtjugendring in diesem noch von Corona bestimmten Jahr überlegt haben, wie das Konzept aussieht und wann es losgeht.

Heubach

Heubach in den Sommerferien. Was war da nochmal? Richtig! Kidstown! Unter normalen Umständen ist die Stellung unterm Rosenstein vollgepackt mit Hütten und Zelten, bewohnt von hunderten Kindern, begleitet von ihren Betreuern. Wegen der Coronapandemie gab es aber das letzte „richtige“ Kidstown 2019.

Im vergangenen Sommer entwickelte der Stadtjugendring ein Alternativprogramm in kleinerem Rahmen, den „Plan C“. Damals nahmen Kleingruppen die verschiedenen Fachräume in der Schillerschule in Beschlag. Auch schön, erinnert sich Geschäftsführer Manuel Huber. Aber halt nicht so richtig „Kidstown-Feeling“. Das wird sich auch in diesem Jahr nur bedingt einstellen können. Noch ist die Pandemie nicht ausgestanden, noch hat auch die Kinder- und Jugendarbeit mit Auflagen zu kämpfen. Sara Badawyia, Katrin Forat und Manuel Huber erläutern das Konzept. „Kidstown“ heißt die Freizeit dieses Jahr noch nicht wieder. Alles steht unter der Überschrift „Plan C hoch 2“. Immerhin geht‘s zurück in die Zelte in der Stellung.

Vor dem Start: Coronatests

Im Gegensatz zum doch recht wuseligen Kidstown-Konzept sind sechs fixe Workshop-Gruppen geplant mit jeweils zehn Kindern und zwei Betreuern. Die Gruppen bleiben über den gesamten Zeitraum zusammen und durchlaufen nach und nach gemeinsam die verschiedenen „Betriebe“ wie die Schneiderei, die Schreinerei, die Malwerkstatt und die Outdoor-Gruppe. „Bis zu einer Inzidenz von 100 sind wir mit diesem rotierenden System auf der sicheren Seite“, sagt Sara Badawyia.

Vom Kreisjugendring gab es Masken und Tests, vorgeschrieben seien drei Tests verteilt über die zwölf Tage, ausgenommen sind Geimpfte und Genesene. Rund 20 Betreuer kümmern sich um die Kinder, das sind im Verhältnis mehr als zu Kidstown-Zeiten. „Es ist einfach wichtig, hier ein Backup zu haben, falls doch mal jemand in Quarantäne müsste“, erläutert Sara Badawyia. Für die Betreuer könnte es dieses Mal auch etwas anstrengender werden, meint Manuel Huber. Schließlich müssten die Kinder die einzelnen Gruppen fast sieben Stunden durchweg „bespaßt“ werden, da die bei Kidstown sonst übliche Zusammenarbeit der Betriebe und das freie Spielen auf dem Gelände wegfallen müssen.

Der Aufwand und die Kosten sind trotz des kleineren Rahmens doch ziemlich Kidstown-ähnlich“, meint Manuel Huber. Ohne Unterstützung läuft das alles nicht, betonen die Organisatoren und danken der Raiffeisenbank für die Finanzspritzen, der Firma Primalat für die Salatspenden und dem städtischen Bauhof für die tatkräftige Hilfe.

Schutz in den Zelten

Eine der großen Unsicherheiten: das Wetter. Zu heiß sollte es nicht sein, Unwetter kann man auch nicht gebrauchen. Die Zelte bieten Schutz, so viel ist klar. Sollte es richtig übel werden, gibt es Evakuierungspläne und Möglichkeiten zum Unterkommen, etwa in der Rosensteinhalle oder der Sporthalle in der Adlerstraße.

Los geht‘s am Montag, 2. August. Leider nicht wie üblich mit dem allgemeinen „Sturm“ der Kinder in die Stellung, sondern, wenig überraschend, mit Coronatests. Auch einen Tag der offenen Tür wird es aus Gründen des Infektionsschutzes nicht geben. Trotzdem: „Wir Betreuer haben jetzt richtig Bock drauf“, betont Manuel Huber. Und auch für die Kinder sollen die Tage „ein bisschen Normalität“ wiederbringen, meint Katrin Forat.

Wir haben da jetzt richtig Bock drauf.“

Manuel Huber,, Stadtjugendring

Zurück zur Übersicht: Heubach

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare