Hallenbad: Beleuchtete Becken und Massagedüsen in Heubach?

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Das Heubacher Hallenbad.
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Gremium diskutiert über Ausstattung fürs Hallenbad und gibt grünes Licht für die nächste Phase.

Heubach. Was wollen die Heubacher in ihrem Hallenbad, wenn es fertig saniert ist? Darum ging's in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend. Die Fachplaner von „iwti“-Gebäudetechnik hatten jede Menge Vorschläge im Gepäck. Klar sei, dass die Fliesen und die Decke komplett rauskommen, außer dem charakteristischen, blauen Mosaik. Dieses Mosaik wollen die Planer sogar verstärken, indem sie dessen Farbgebung an anderen Stellen im Bad aufgreifen. „Damit bringen wir Harmonie rein“, so Architektin Nicole Benac.

Aber darüber hinaus? Wie wäre es mit LED-Lichtern im Becken, die jede beliebige Farbe annehmen können? Ideal bei „Events“ im Hallenbad, etwa Filmabenden, meinten die Planer. Kosten: 30 000 Euro. Oder Luftsprudelplatten und Massageliegen für rund 40 000 Euro? Oder, eine Nummer kleiner, Massagedüsen, Kosten auch hier 30 000? „Wir wollten Ihnen mal zeigen, was das Maximum wäre“, meinte Nicole Benac.

Manchen Gemeinderäten war anzusehen, dass ihnen das alles ein bisschen viel war. Gerhard Kuhn und Marlene Kuhn verwiesen darauf, dass das Hallenbad vor allem für den Schwimmunterricht in der Schule gebraucht werde. Da wären Wellness-Produkte wie Masseliegen nur störend. „Das ist alles nicht zielführend“, meinte Gerhard Kuhn. Martin Kelbaß sagte, das Heubacher Bad sei ja weniger eine Event- als eine Schwimmhalle. Nur Julia Gaiser vertrat die Ansicht, dass die vorgelegten Bilder mit den illuminierten Becken sehr schön aussähen, vor allem im Winter, wenn es abends schnell dunkel werde. „Das könnte auch Jugendliche ansprechen“, meinte Julia Gaiser und fragte, ob man nicht an anderer Stelle 40 000 Euro einsparen könnte. Bürgermeister Frederick Brütting lehnte sowohl Beleuchtung als auch Massageliegen ab. Für die Massagedüsen allerdings könne er sich durchaus erwärmen. Nicht zuletzt, weil das Hallenbad ursprünglich schon solche gehabt hatte, diese aber seit geraumer Zeit nicht mehr funktionierten. „Das wäre schon ein Mehrwert“, meinte Brütting.

Die Gemeinderäte lehnten in ihren Beschlüssen die Massageliegen einhellig ab. Für die Beleuchtung sprach sich eine Mehrheit von zwölf zu sieben aus. Einstimmig angenommen wurden die Massagedüsen.

Aktueller Stand beim Umbau

Laut Stadtverwaltung ist die Demontage der Schwimmbadtechnik abgeschlossen. Der Betonsockel der alten Filteranlage sei abgebrochen und in passender Größe an die neue Filteranlage angepasst. Wegen der angespannten Lage auf dem Rohstoffmarkt gebe es hier allerdings Lieferprobleme. Die Filterteile seien nun, verspätet, seit Montag da und würden von der Firma Ospa aus Mutlangen eingebaut. Diese Verzögerung könnte laut Stadtbaumeisterin Ulrike Holl dazu führen, dass die geplante Aufnahme des Badebetriebs nach den Herbstferien in Gefahr sei. Die Firma versuche den Termin „mit erhöhtem Personaleinsatz“ zu halten, so Holl.

Insgesamt betragen die Kosten für den dritten Bauabschnitt am Hallenbad rund 1,3 Millionen Euro. David Wagner

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