Haus Kielwein in Heubach unter Quarantäne

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Wegen Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus mussten im Haus Kielwein in Heubach „Leasingkräfte“ mitarbeiten. Mittlerweile sei die Einrichtung zwar noch unter Quarantäne, die Lage habe sich aber stabilisiert. Archivfoto: hoj
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Einrichtungsleitung bestätigt Infektionen von Bewohnern und Mitarbeitenden mit der Omikron-Variante in Heubach. Aktuell habe sich die Lage aber stabilisiert.

Heubach

Im Pflegewohnhaus Kielwein in Heubach gab es einen Coronaausbruch. Das bestätigt Einrichtungsleiterin Jutta Krauß auf Nachfrage der Gmünder Tagespost. „Wir haben derzeit auf einem Wohnbereich mehrere Bewohner und Mitarbeitende, die sich mit der Omikron-Variante des Corona-Virus infiziert haben“, so Jutta Krauß. Die extrem hohe Weiterverbreitungsrate dieser Virusvariante habe zu Beginn dazu geführt, dass sich „trotz der umfassend vorhandener und sofort intensivierter Hygienemaßnahmen“ weitere Mitarbeitende infiziert hätten. „Dabei stellen wir tatsächlich keinen Unterschied zur allgemeinen Situation in Deutschland fest“, betont Jutta Krauß.

Aktuell habe sich die Lage stabilisiert, so die Einrichtungsleiterin. Durch den zusätzlichen Einsatz von „Leasingkräften“ und einer Umstrukturierung des Personaleinsatzes, habe das Haus Kielwein die Infektionswelle gut überbrücken können.

„Alle verfügbaren Mitarbeitenden haben sich unglaublich engagiert“, lobt die Chefin. Jetzt habe sich die Lage wesentlich entspannt, da erkrankte Mitarbeitende nach und nach aus der Quarantäne zurück zur Arbeit kämen. „Während der gesamten Phase war die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt sehr bereichernd“, betont Jutta Krauß.

Derzeit stehe die Einrichtung nach Angaben der Leiterin noch unter Quarantäne, da bei der zweiten Kontrolltestung die PCR-Ergebnisse noch immer positiv gewesen seien.

So sieht es im Landkreis aus

Wie sieht die Situation in den Pflegeheimen in der Region grundsätzlich aus? Gibt es Heime, deren laufender Betrieb durch Infektionen gefährdet ist? Wie Susanne Dietterle, die Pressesprecherin des Landratsamts, auf Anfrage mitteilt, seien zum jetzigen Stand im Februar bislang 51 positive Beschäftigte und 62 positive Bewohner in 18 verschiedenen Heimen im Ostalbkreis zu verzeichnen. Zum Vergleich: Im Januar dieses Jahres waren es 46 Beschäftigte und 60 Bewohner und im zweiten Halbjahr 2021 120 Beschäftigte und 196 Bewohner.

Um welche Heime es sich handelt und ob bei Einrichtungen der laufende Betrieb gefährdet sein könnte, dürfe die Sprecherin des Landratamts aus Datenschutzgründen nicht mitteilen. Sie betont allerdings: „Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen werden vom Gesundheitsamt durch ärztliches Personal engmaschig begleitet, und die Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen werden umfassend zum Vorgehen beraten.“

Eine „Ultima Ratio“

Bei allen Maßnahmen werde die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner im Blick behalten. „Sollte dies auch nach Personalverlegungen, Personalleasing und Ähnlichem nicht mehr gewährleistet werden können, kommen als Ultima Ratio etwa Sonderregelungen in Betracht, wonach positiv getestetes Personal ohne Symptome die Versorgung von positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern übernehmen darf.“ Eine derartige Lösung müsse in Zusammenarbeit mit der zuständigen Ortspolizeibehörde erfolgen und nur unter strengen Auflagen.

Diese wären laut Susanne Dietterle etwa: Die Pflegekräfte müssten auf direktem Weg in die Einrichtung, sie dürften dabei keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und müssten ihre Tätigkeit unter verschärften Hygienemaßnahmen, etwa einer FFP3-Maske und vermehrtem Lüften, verrichten.

Alle verfügbaren Mitarbeitenden haben sich unglaublich engagiert.“

Jutta Krauß,, Leiterin

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